Aktuell, Kolumnen, Kultur, Kunst, Münchner Gesichter

Münchner Gesichter: Fotos mit Eileen Aolani

Normalerweise knipst Eileen Aolani andere Personen mit ihren Fotokameras. Heute drehen wir den Spieß mal um und portraitieren sie: Die 23-jährige Fotografin und Künstlerin lebt seit einigen Jahren in München und gehört zu den aufstrebenden Talenten der Stadt. Sie vereint in ihren Arbeiten starke Motive mit einem durchdringenden Blick, den sie durch die Kamera an die Betrachter weitergibt.

Ihre Visionen zu den Shootings entstehen im Kopf

Mit Accessoires bewaffnet, ergibt sich der Rest oft einfach aus der Situation heraus. Wirklich studiert hat die autodidaktisch veranlagte Eileen das, was sie tut, nie. So kommt es, dass sie sich aktuell auch am Zeichnen und Malen übt. Von Freunden wurde ihr attestiert, dass diese Werke an Egon Schiele gemahnen – einen solch schmeichelhaften Vergleich lässt man sich sicher gerne gefallen. Was sie sonst gerade so treibt oder plant, hat sie uns im Interview verraten.

Hallo Eileen, woran arbeitest du gerade?

Derzeit an zwei Editorials und dem dazu passenden Set-Design, ich baue außen rum ja immer alles selbst irgendwie zusammen, meist ohne das technische Know-how und in der Hoffnung, dass nichts auseinanderfällt. Außerdem arbeite ich an einem Tattoo und der Umsetzung einer meiner Skizzen als etwas größere Malerei. Und ich würde gerne lernen mehr bildhauerisch, also skulpturell zu arbeiten.

Vom diesem Foto träume ich?

Ist noch nicht so klar vor meinem inneren Auge, aber wahrscheinlich ein analoges Foto, das eine Stilmischung des Malers Francis Bacon und des Fotografen Peter Lindbergh darstellt, mit ein bisschen eigenem Einfluss dazu. Wie das wohl aussehen würde?

Würde ich nie fotografieren?

Langweilige Studio-Portraits oder Produkt-Fotografie. Oh, oder Passfotos haha.

View this post on Instagram

Yofukuro

A post shared by Eileen Aolani (@eileenaolani) on

Dein bayerisches Lieblingssprichwort?

Da ganze Bua a Depp.

Das macht dich zur Münchnerin:

…ich bin erst vor ein paar Jahren hergezogen und davor schon öfters umgezogen, fühle mich hier aber das erste Mal in meinem Leben so richtig schön angekommen und daheim. Bin der Münchner Gemütlichkeit nach anfänglichen Zweifeln dann eben doch verfallen 🙂

Weißwurst oder Leberkas?

Obazda! Veggie-Variante

Das geht immer:

Herbst, Melancholie und Lillet-Spritz.

Meine skurrilste Foto-Shooting Situation ever:

Als ich eine Freundin nur bedeckt mit großen toten Tintenfischen fotografiert hab. Sie hat danach fast gekotzt.

Dein Lieblings-Insta-Account?

@schonmagazine

@anna_tsvell

@dreamermagazine

und Fotografen-Crush @lesliezhang1992

Wo war deine wildeste Partynacht?

Hier in München wohl im Blitz. Da arbeite ich allerdings auch jedes Wochenende hinter oder unter der Bar.


Bilder: © Eileen Aolani

Florian Kraus

Für MUCBOOK unterwegs in der Stadt, meist wenn's um Kultur oder Politik geht.
Florian Kraus
No Comments

Post A Comment

Simple Share Buttons
Simple Share Buttons