Kultur, Was machen wir heute?

„Pick up your crazy heart and give it one more try“ – Ryan Bingham im Strom

Anika Landsteiner

Er war Cowboy bei Roadshows, er war obdachlos und das Gitarre spielen hat er bei Mariachi-Musikern gelernt. Und all das steckt in seiner Musik.

Nachdem Ryan Bingham 2010 einen Oscar für den Song The Weary Kind gewonnen hatte, habe ich lange Zeit befürchtet, dass sich seine Musik nun ändern würde. Dass er mainstreamiger werden und nur noch in ausverkauften Hallen spielen würde, weit weg vom Publikum und unerreichbar, um mit ihm gemeinsam den Herzschmerz eines lonesome cowboys zu spüren. Doch obwohl er sehr erfolgreich und spätestens seit diesem Abend vor fünf Jahren weltbekannt ist, nimmt er es sich nicht, kleine, sympathische, greifbare Konzerte zu spielen. Und das mag ich sehr.

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Das erste Mal habe ich ihn live gesehen vor einigen Jahren. Es war Sommer, ich schnappte mir in dem viel zu heißen Club ein eiskaltes Helles und setzte mich mit meiner Freundin direkt an die Bühne. Die nächsten zwei Stunden waren ein Road Trip durch Texas und Mexico, mit Zwischenstop an Nächten am Lagerfeuer, zwielichten Diners am Highway und Balladed unplugged, mitten in München.

Warum da hingehen?

Weil die Stimme unverkennbar ist und ein Oscargewinner selten so greifbar ist

Für wen ist das was?

Musikfreunde, die bei Country mit Rockeinflüssen, E-Gitarre und Mundharmonika nicht sofort das Weite suchen. Außerdem Menschen, die Fans sind von Filmen wie Thelma&Louise, Crazy Heart, Wild Heart und Road Trips durch heiße, texanische Landschaft.

Welchen Song muss ich kennen?

Na klar, den hier:

 

In aller Kürze:

Ryan Bingham, „Fear and Saturday Night Tour“
Montag, 12.10.2015, 20 Uhr (Strom)
Karten gibt es u.a. hier.

Fotocredit: binghammusic.com

 

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