Aktuell, Kultur, Kunst

Public Art Munich: Die Frage ist nicht, ob wir Teil von Veränderungen sein wollen, sondern wie

Sophia Hösi

Sophia Hösi

Obligatorische Redaktionsschwäbin (wir sind überall)
Wahlmünchnerin seit 2013, zu finden irgendwo zwischen Ostbahnhof und Sendlinger Tor, wahrscheinlich an der Isar.
Sophia Hösi

Von der 68er-Bewegung bis zur #MeToo-Debatte – Umbrüche politischer, religiöser oder ökonomischer Art bestimmen unser Leben. Die Frage ist nicht, ob wir Teil der Veränderungen unserer Zeit sein wollen, sondern wie wir uns darin positionieren.

Was soll bleiben? Was soll sich ändern?

Auf diese Umbrüche, und wie sie unser Leben in der Stadt beeinflussen, möchte Joanna Warsza hinweisen. Sie kuratiert die diesjährige Public Art Munich, kurz PAM2018, unter dem Motto Game Changers.

Performative Kunst in der Stadt

© Paz Guevara

Die PAM fand bereits vor fünf Jahren das erste Mal in München statt, damals unter dem Motto A Space called Public (manche werden sich vielleicht noch an den kleinen Wohncontainer hinterm Odeonsplatz erinnern).

Über 13 Wochen werden ab dem 30. April KünstlerInnen unterschiedlichster Herkunft an verschiedenen Orten der Stadt Performances durchführen. Diese sollen nur von begrenzter Dauer sein und dadurch noch einmal den kurzen Zeitpunkt verdeutlichen, der einen kompletten Umbruch ausmachen kann. Alle Performances werden an Orten stattfinden, die wichtige Umbrüche repräsentieren, so zum Beispiel im Amerikahaus oder dem Bayerischen Hof.

Der einzige Fixpunkt der Veranstaltung wird dabei der PAM-Pavillion auf dem Viktualienmarkt sein, bei dem es Informationen, Lesungen und Getränke gibt.

Kunst im öffentlichen Raum

Game Changers soll ebenfalls die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum unterstreichen. Sie ist eine Möglichkeit, den Zustand und Prozesse einer Stadt und ihrer Einwohner zu transportieren. Am Beispiel der Stadt München zeigen die KünstlerInnen Wendepunkte quer durch die Stadtgeschichte auf, sei es die Bayerische Räterepublik, die Nachkriegszeit oder aktuelle Geschehnisse wie den Empfang von Geflüchteten im Hauptbahnhof 2015 oder die fortschreitende Digitalisierung.

Public Art Munich: PAM 2018

All diese Thematiken bringt Joanna Warsza mit Game Changers unter einen Hut. Die Kuratorin hat sich unter anderem mit Projekten in St. Petersburg und der Biennale in Venedig einen Namen gemacht.

Wer sich trotzdem vorab schon ein Bild machen möchte, kann am 20. März dem Gespräch von Joanna Warsza mit Kasper König in den Kammerspielen zuhören. Ansonsten gibt es ein konkretes Programm mit allen Veranstaltungsterminen und Künstlern auf der PAM2018 Website.

© Massimo Furlan

Unser Favorit

Unser Favorit ist die Eröffnungsveranstaltung, bei der der Schweizer Künstler Massimo Furlan im Olympiastadion gemeinsam mit dem Schauspieler Franz Beil das einzige Länderspiel von DDR und BRD nachspielt (wohlgemerkt: zu zweit auf dem großen Fußballfeld).


In aller Kürze:

Was? Public Art Munich 2018
Wo? Überall in der Stadt z.B.
im Lenbachhaus, Haus der Kunst, Kammerspiele oder in der Bayerischen Volkssternwarte

Wann? 30.4.-27.07.2018

Infos? HIER


Beitragsbild: © Anders Eiebakke

No Comments

Post A Comment

Das Heft über „Wohnen trotz München“

Simple Share Buttons
Simple Share Buttons