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Welt ohne Kunst – Durch die Stadt mit den Münchner Kammerspielen

Münchner Kammerspiele

Die Münchner Kammerspiele verstehen sich als ästhetisch innovatives, zeitgenössisches und weltoffenes europäisches Stadt-Theater, das gesellschaftspolitisch ausgerichtet ist.
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Die Intendanz von Matthias Lilienthal neigt sich dem Ende zu, somit steht nun auch der letzte Saisonabschluss unter seinem Namen bevor. Beim neusten Projekt handelt es sich aus aktuellem Anlass nicht um eine klassische Aufführung im Theater, sondern um eine Art Schnitzeljagd, die sich über die Stadt erstreckt. Kunst im öffentlichen Raum – und das in Form von Plakaten auf den bereits gebuchten Plakatflächen auf Münchens Wänden und Litfaßsäulen.

Plakataktion im öffentlichen Raum

Besagte Plakate stammen von Amnesia Scanner, Cana Bilir-Meier, Double Standards, Gregor Hildebrandt, Anne Imhof, Elfriede Jelinek, Rabih Mroué, Henrike Naumann, Philippe Quesne, Milo Rau und Tobias Rehberger und sind bis zum 26. Juni in der Stadt verteilt zu sehen. Alle Motive sind frei zugänglich.

Nachdem in den letzten Monaten öffentliches Erleben von Kunst und Kultur auf ein absolutes Minimum reduziert war, soll die öffentliche Ausstellung nun wieder auf die Relevanz von Kunst im Alltag hinweisen. Die Grafiken auf den Plakaten wurden gemeinsam mit der Agentur Double Standards erstellt, die auch in den letzten fünf Jahren für die Plakate und Grafiken der Kammerspiele verantwortlich war. Während die Plakate von unterschiedlichen Künstler*innen entworfen wurden, setzen sie sich alle mit demselben Thema auseinander: Was wäre eine Welt ohne Kunst.

„Wenn ein System der Kunst die Relevanz abspricht, was sagt die Kunst dann zu diesem System?“

Im Anschluss an die Debatten der letzten Monate, in denen der Faktor Systemrelevanz eine große Rolle spielte, soll nun diskutiert werden, inwiefern der Kunst das Attribut „systemrelevant“ zugewiesen werden kann. Theater, Museen und Galerien blieben während des Lockdowns geschlossen und auch jetzt ist eine Wiederaufnahme des Betriebs unter Auflagen nach wie vor schwierig. „Wenn der Kunst also die Systemrelevanz abgesprochen wird, was sagt die Kunst dann zu diesem System?“, ist die Frage, die die Künstler*innen in ihren Plakatwerken erörtern. 

In aller Kürze:

Was? Plakataktion „Welt ohne Kunst“
Wann? 26. Juni bis Ende der Spielzeit
Wo? Auf Plakatwänden und Litfaßsäulen überall in der Stadt


Fotos: © Judith Buss

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