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Z wie Zerneuern – Neues von der Zwischennutzung „Z-Common Ground“ in Laim

Natascha Krivenkos

Natascha Krivenkos

Vintage Liebhaberin, etwas aus der Zeit gefallen, aber dennoch an allem möglichen interessiert. Man findet mich frühmorgens auf Flohmärkten herumstöbern.. oder auch mal spätnachts auf einem Punkrock- oder sonstigem Konzert herumspringen.
Natascha Krivenkos

Es gibt Neuigkeiten aus der Zschokkestraße 36! Wir waren für dich am Dienstag auf der Pressekonferenz der neuen Zwischennutzung „Z – Common Ground“ und konnten dabei konkretere Details zum Projekt erfahren das am 30. April Eröffnung feiern wird.
Weitere Informationen und was bisher geschah findest du übrigens auch hier.

Z wie Zwischennutzung

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Im ehemaligen Gewerbehof der Zschokkestraße 36 entsteht derzeit eine riesengroßes temporäre Aktionsfläche und Bühne für Künstler verschiedenster Disziplinen. Alle Räumlichkeiten und Außenflächen des Komplexes können dabei von diesen frei modelliert, gestaltet und rundum zerneuert werden. Die Wortneuschöpfung Zerneuerung steht dabei dafür, was aus dem Prozess des Zerstörens und Erneuerns entstehen kann.

Über 70 Künstler und Initiativen beteiligen sich bisher an dem Großprojekt des neugegründeten Verein zur Förderung urbaner Kunst“. Von Graffiti über Bildhauerei bis hin zu Theater und sozialen Aktionen reicht die Bandbreite der Kreativen die sich auf über 4.000 qm vom 30. April bis zum 2. Juni  austoben dürfen.

Ein buntes Programm erwartet dich

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Das Programm des Z-Common Grounds ist dabei so vielfältig wie die Künstler die daran teilnehmen, neben Theateraktionen von den Kammerspielen und dem Festival „Radikal Jung“ erwarten dich Konzerte, Lesungen, Installationen und verschiedenste Mitmachaktionen.

Zu den Highlights gehört zum Beispiel die Premiere des Stückes „Werther´s Quest for Love“ in Kooperation mit den Kammerspielen. Dabei handelt es sich um eine Neuinzenierung des klassischen Goethestoffes der sich mit der Frage „Was ist Männlichkeit heute ?“ beschäftigt. Die Premiere am 29. April ist leider schon restlos ausverkauft, vom 2. bis zum 18. Mai finden aber weitere Vorstellungen statt.

Spannend wird es auch mit dem feministischen Minifestival “ Art + Feminism“ das am 5. und 6. April im Common Ground stattfindet. Neben Workshops, Performances und Partys wird es zum Aufttakt auch einen sogenannten Wikipedia „Edit-a-thon“ geben. Dabei handelt es sich um einen partizipativen Editiermarathon in dem ihr lernt Wikipediaartikel zu schreiben und zu bearbeiten um patriarchiale Strukturen zu verändern und weiblichen Kulturschaffenden und Künstlerinnen eine größere Sichtbarkeit zu verschaffen.

Z wie Zusammenarbeit

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Um Interaktion und Zusammenarbeit geht es zwischen den verschiedenen Künstlern und Kunstsparten denen das Projekt eine gemeinsame Fläche bietet, einen “ Common Ground“ eben. Diese interdisziplinäre Aufstellung zeigt sich schon an der Zusammensetzung des Kuratorenteams das aus der Kunsthistorikerin Laura Lang, dem stadtbekannten Graffitikünstler Loomit und dem bildenden Künstler Daniel Man besteht.
Es wird keine strikte Trennung zwischen Theater, bildender Kunst, auszubildenenden Künstlern und sozialen Initiativen geben sondern alle teilen sich gemeinsam den Raum und gestalten ihn, jeder auf seinen eigene Weise, zusammen.

Gerade der soziale Aspekt und die Einbeziehung der Nachbarschaft und des Stadtteils Laim ist den Machern sehr wichtig. Das Z- Common Ground soll laut Kuratorin Laura Lang nicht “ wie ein Ufo im Stadtraum stehen“ sondern aktiv die Umgebung und Anwohner miteinbeziehen. So wird es neben dem reichhaltigen kulturellen Programm auch viele Mitmachaktionen wie zum Beispiel das Demokratiecafé der Hochschule München geben, das ab dem 12. Mai starten und insgesamt drei mal stattfinden soll. Dort können sich Anwohner und Interessierte austauschen und ihre Anliegen zum kollaborativen Gestalten des Stadtteils miteinbringen.

Auch für die Skaterszene der Stadt wird etwas geboten. Schon seit langer Zeit mangelt es in der Stadt an einer richtigen Skatehalle, da kommen die Skaterampen gerade recht die seit Anfang des Jahres schon im Keller des Gebäudes stehen und immer zu den Öffnungszeiten benutzt werden können. Kooperationen zwischen Skatern und Künstlern sind nach der Eröffnung auch geplant, so sollen zum Beispiel die Rampen künstlerisch gestaltet werden und weitere Aktionen stattfinden.

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt…

Damit du dich nach oder zwischen den ganzen Kunst- und Kultureindrücken auch ordentlich stärken kannst ist im Erdgeschoss ein öffentliches Café von S:gut geplant. Wenn mit den Genehmigungen alles klappt wie vorgesehen, werden dort demnächst vegane und vegetarische Leckereien serviert und eine Terasse im großzügigen Außenbereich soll auch entstehen.


In aller Kürze:

Was? Z – Common Ground

Wann? Ab 30. April

Wo? Zschokkestr. 36

Die Website befindet sich noch im Aufbau, demnächst gibt es dort noch alle weiteren Infos


Fotos: © Campos Viola Photography

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