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Wird Laim jetzt cool? Mit dem „Z – Common Ground“ startet bald eine riesige Zwischennutzung

Laim ist nicht gerade der Ort der Münchner Hipness. Nicht gerade der Ort, der bekannt dafür wäre, dass da ein besonders reichhaltiges kulturelles Angebot vorhanden ist. In Laim ist es schön, wenn man es gerne etwas ruhiger mag.

Wird Laim zur Subkultur-Oase?

Das verändert sich aber gerade ein wenig: Gleich zwei spannende Orte gibt es dort bald zu erkunden. Bereits etwas bekannter sein dürfte der „Kunst Block Balve„, eine neue Plattform für Kunst und Kultur  – und man höre und staune: keine Zwischennutzung, sondern mit regulärem Mietvertrag. Der Kunst Block Balve ist seit 1. Januar offiziell eröffnet.

© Foto CV

Und jetzt doch noch: „Z – Common Ground“

Eine ganz neue Zwischennutzung befindet sich nun in der Zschokkestraße 36, auf ganzen 4.000 Quadratmetern. Unter dem Namen „Zerneuern“ hätte diese angeblich bereits im vergangenen September eröffnen sollen (so berichtete die SZ). Das entpuppte sich dann aber als Falschmeldung.

Wie wir jetzt erfahren haben, hat sich aber zwischenzeitlich einiges getan: Noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben Künstler*innen Atelierräume bezogen und es ist nur noch eine Frage weniger Wochen, bis diese Räume für alle geöffnet sein werden. Dann sollen auch viele öffentliche Veranstaltungen stattfinden – aktuell ist das für den 30. April geplant. Eine riesige Ausstellung wird die Werke aller Künstler zeigen, die momentan in den Räumen arbeiten.

Was auch schon feststeht: Am 29. April feiert eine Produktion der Kammerspiele dort Premiere. Regieassistent Jonny-Bix Bongers und Ensemblemitglied Vincent Redetzki beschäftigen sich mit Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ unter dem Titel „Werther’s Quest for Love“.

Außerdem wird auch eine Produktion des Theaterfestivals Radikal Jung vom Volkstheater dort zu sehen sein, und zwar Medusa Bionic Rise von The Agency, jeweils am 27., 28. und 29. April.

© Foto CV

Und was geht da sonst noch?

Noch halten sich die Initiatoren der Zwischennutzung, der eigens gegründete Verein zur Förderung urbaner Kunst e.V., gegenüber der Presse mit Details bedeckt. So viel ist klar: Es soll auch Konzerte, Diskussionsabende und andere Events geben. Am finalen Programm und den letzten Kooperationen wird gerade gefeilt. Bis Sommer ist die kulturelle Zwischennutzung momentan angesetzt, dann soll das ehemalige Bürogebäude einem Neubau weichen.

Mitfinanziert wird die Zwischennutzung übrigens auch vom Bezirksausschuss, der knapp 10.000 € aus der eigenen Kasse dafür hergibt – für eine Bespielung von März bis Mai.

Viel Konkretes wissen wir also noch nicht. Aber wir freuen uns jetzt schon auf einen interessanten (Sub-)Kultursommer und halten euch natürlich auf dem Laufenden!

Hinweis: in einer früheren Version wurde der Kunst Block Balve als Zwischennutzung bezeichnet. Das ist falsch und wurde im Text korrigiert (jk, 1.3.19)


Beitragsbild: © Florian Kraus

weitere Fotos: © FOTO CV

Redaktionelle Mitarbeit: Jan Krattiger

2 Comments
  • Antonia Voigt
    Posted at 17:34h, 11 März

    Wenn hier so viel Geld für ein temporäres Projekt ausgegeben wird, warum gibt es dazu bis heute noch keinen Veranstaltungskalender oder Programm?

  • Jan Krattiger
    Jan Krattiger
    Posted at 08:59h, 12 März

    Liebe Antonia,
    Künstler haben das Gebäude bereits bezogen, öffentliche Veranstaltungen sollte es laut den Veranstaltern bald geben – mehr erfahren wir wahrscheinlich an der geplanten Pressekonferenz am 19. März, also nächste Woche. Außerdem stehen einige Veranstaltungen, z.B. die Theatervorstellungen, bereits fest (s. oben).

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