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Aktuell, Kultur

6 Ausstellungs-Tipps für den Sommer

Carla Borengässer

Seekind, Im Begriff der Auswilderung im Großstadtjungle; inflationäre Verwendung von Semikoli könnte auftreten.
Carla Borengässer

Sommer, Sonne, Kultur? Klingt anstrengender, als es ist: Die Vorstellung, durch klimatisierte, helle Ausstellungsräume zu flanieren, weit und breit kaum ein weiterer kulturwürdiger Besucher, dieser Gedanke lädt gerade an heißen Tagen zum nächsten Museumsbesuch ein.

Wir haben sechs spannendsten Ausstellungs-Tipps für diesen Sommer zusammengefasst und herausgefunden, wo es die volle Ladung Kultur oft auch noch vergünstigt gibt.

  1. Pinakothek der Moderne: Um uns die Stadt

 

Wie die Bewohner einer Stadt in und mit ihr leben, wie Stadtraum und soziales Gefüge sich im urbanen Raum bedingen und wie der Mensch die Stadt mit Leben füllt, das zeigen hier Fotografien aus den 1920-40er Jahren. Aus Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde wurden für die Präsentation avantgardistische Werke von Künstlern wie Aenne Biermann, Florence Henri und Friedrich Seitenstücker ausgewählt, die nun in der Pinakothek der Moderne zu sehen sind.

Pinakothek der Moderne, Sammlung Moderne Kunst,   ‐  Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr
Eintritt: 10 Euro | ermäßigt 7 Euro, Tipp: Sonntagseintritt 1 Euro

2. Architekturmuseum: This is not a Refugee Camp Exhibition

Die komplexe Mobilitätskultur in Afrika trifft auf Architektur der Moderne; die Statik der Stadt als Zufluchtsort für Flüchtende- dieses Zusammenspiel erforscht die Ausstellungsreihe in 14 Städten weltweit. Als räumliche Installation, Konferenz, digitale Publikation und als mobile pädagogische Plattform dient die Reihe zur Erforschung der Schnittstellen von Architektur und Mobilität.

Architekturmuseum der TU München, Pinakothek der Moderne, 26.04.2018 – 19.08.2018

Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr
Eintritt: 10 Euro | ermäßigt 7 Euro, Sonntagseintritt 1 Euro

3. Villa Stuck: Less Work For Mother

Auf ganz vielen Ebenen lässt sich diese Ausstellung erleben, erfühlen und erspüren: Mit der ersten Einzelpräsentation des Münchner Künstlers Christian Hartard stellt die Villa Stuck eine komplexe Zusammenstellung von Video, Installation und Grafik aus. Um das Thema Kontrast geht es hier, erlebbar gemacht durch den Einsatz wirklichkeitsnaher Elemente mit Verbindung zur Vergangenheit.

Museum Villa Stuck, 19.6–16.9.2018, Di-So 11-18 Uhr,
Tipp: jeder erster Freitag des Monats ist #fridaylate. Heißt, es ist bei freiem Eintritt bis 22 Uhr geöffnet.
9 Euro | ermäßigt: 4,50 Euro, bis 18 Jahre Eintritt frei

4. Haus der Kunst: Blind Faith

 

„Blind Faith“, Blindes Vertrauen: Ein Phänomen, das sich in unserer heutigen Gesellschaft durch eine oft überfordernde Masse an Information und Nachrichten immer häufiger zeigt. In der Kunst der Gegenwart beschäftigen sich KünstlerInnen weltweit mit diesem Thema; im Haus der Kunst sind diesen Sommer Werke von Kreativen wie Ed Atkins, Raphael Sbrzesny und Olga Balsam ausgestellt.

Haus der Kunst, Mo-So Do bis 14 Euro / ermäßigt 12 Euro, bis 18 Jahre 5 Euro,
Tipp: Jeder erste Donnerstag im Monat heißt es abends Eintritt frei.

5. Münchner Stadtmuseum: Naturzustand

Die Ästhetik von Lawinenschutzzaun, Rückhaltebecken, Staudamm und Co. zeigt Claudius Schulze mit seiner Fotoserie auf. Die Dokumentation von menschlichem Eingriff in die Unberührtheit der Natur stellt Kontraste dar, ein besonderer München-Bezug wird durch die Kombination mit Fotos vergangener Naturkatastrophen aus dem Archiv des Stadtmuseums hergestellt.

Spannend ist auch die Story „hinter der Kamera“- wie die Idee zum Projekt entstanden ist und wer den Fotografen auf der Reise durch Europa begleitet hat, liest du hier.

Münchner Stadtmuseum, Forum 046, 22.06.-16.09.2018
Di-So 10-18 Uhr, jeden 2. Mi im Monat bis 20 Uhr
U 18: Eintritt frei, Ermäßigt 3,50 Euro

6. Kunstbau: Dan Flavin

 

Lichtkunst-Liebhaber aufgepasst! Dan Flavin ist gerade kostenlos im Kunstbau zu sehen. 1994 eröffnete das Lenbachhaus direkt über dem U-Bahntunnel Königsplatz eine unterirdische Galerie, den Kunstbau. Dan Flavin entwickelte eigens für die Eröffnungsausstellung die Installation Untitled (for Ksenija). Gerade im Spätwerk  des Künstlers kann man besonders eindrücklich Lichtkunst im Spannungsfeld mit Architektur erleben. Anlässlich des 80. Geburtstags von Heiner Friedrich, der Untitled (for Ksenija) dem Lenbachhaus schenkte, wird das Kunstbau-Eröffnungswerk ein weiteres Mal in der unterirdischen Galerie ausgestellt.

Kunstbau, Dan Flavin, Untitled (for Ksenija), 17. JULI 2018 – 30. SEPTEMBER 2018 IM KUNSTBAU
Di 10–20 Uhr, Mi–So und feiertags 10–18 Uhr, Eintritt frei

Also: Wir wünschen viel Spaß beim Kunst anschauen- genieß die Museumsklimaanlage und den freien Blick auf die Werke!

 

 

 

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