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6 Gründe, warum du den Monopteros im Herbst unbedingt besuchen solltest

Julius Zimmer

Mich fasziniert das Absurde im Alltag. Das ist einer der Gründe, warum ich mich in meiner Wahlheimat München so wohl fühle: Hier erwachen Widersprüche zum Leben. "Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Herz auszufüllen. Wir müssen uns den Münchner als einen glücklichen Menschen vorstellen."
Julius Zimmer

Vor 18o Jahren wurde der griechische Rundtempel zum erten Mal fertiggestellt. Natürlich nach einem Entwurf von Altmeister Leo von Klenze. Seitdem dient der Monopteros Touristen, turtelnden Pärchen und kunstbewussten Trinkern als Aussichtsplattform.

Zu oft saß ich im Sommer am Fuße des alten Steinriesens und ärgerte mich darüber, dass ich dort keine tiefsinnige Zigarette zur Musik von Bob Dylan genießen konnte. Ich bin nun mal ein alter Romantiker und dieser Ort ist die Inkarnation des heutzutage zu Unrecht verschmähten Begriffs.

Die Wiedereröffnung kommt also mehr als passend. Hier sind sechs verdammt gute Gründe, warum ihr dem Monopteros diesen Herbst auf jeden Fall einen Besuch abstatten solltet.

1. Die Früchte der Renovierung bestaunen

Vor rund zweinhalb Jahren und 750.000 Euro später kann München stolz von sich sagen: Wir haben fertig. Der berühmte Tempel im Englischen Garten ist seit Mitte September 2016 wieder zugänglich.

Die Farbenpracht war seit der letzten Renovierung 1982 stark verblasst und auch die Witterungsverhältnisse auf dem rund 15 Meter hohem Hügel hatten dem Tempel schwer zugesetzt. Jetzt kann ich aber mit Stolz sagen: „Holla die Waldfee, sieht das Ding schick aus!“

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2. Die bayrische Gemütlichkeit feiern

Jeder echte Münchner weiß, dass die wahre „Englischer-Garten“-Jahreszeit nicht der laute Sommer, sondern der stille Herbst ist. Handschuhe, Mantel und eine Kanne Tee, vielleicht mit dem ein oder anderen Schuss Schnaps: Wenn die Blätter sich langsam aber sicher in den Winterschlaf verabschieden, dann blüht die bayrische Gemütlichkeit erst richtig auf.

3. Ruhe und Frieden genießen

Im Oktober sitzt halt keine verkiffte Bongo-Gitarren Kombo auf der Plattform und spielt zum zehnten Mal „Wonderwall“. Ihr könnt in Ruhe und Frieden die Aussicht und eure eigene Musik genießen.

4. Keine Lebensbedrohung durch Massentourismus

Man muss nicht aufpassen, dass man von einer Horde japanischer Touristen vom Rand gestoßen wird. Und den meisten Saufbolden ist es dann auch schon zu kalt.

5. Das Naturschauspiel bewundern

Okay, klar. Grüne Bäume im Sommer sind auf jeden Fall schön. Aber doch auch etwas eintönig, oder? Blätter in vier verschiedenen Orangetönen dagegen… der Wahnsinn. Das ist jetzt der 23. Herbst den ich erlebe, doch die Farbenpracht im Oktober beeindruckt mich immer wieder.

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Ein von Teresa Keul (@resielius) gepostetes Foto am

6. Ein romantisches erstes Date haben

Während man sich im Sommer von einer romantischen Eskapade zur nächsten gehangelt hat, wird es in der dunklen Jahreszeit wieder Zeit sesshaft zu werden. Das Semester hat ja auch gerade wieder angefangen, da schadet etwas Routine nicht. Und jetzt ratet mal, welcher Ort von der Universität überhaupt nicht weit entfernt ist und sich hervorragend für ein erstes Stelldichein eignet? Richtig, der Monopteros. Viel Spaß!

Beitragsbild: Franz Marc Frei 

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