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Bahnbrechende Erkenntnis: Bier macht Menschen hemmungsloser

Julius Zimmer

Mich fasziniert das Absurde im Alltag. Das ist einer der Gründe, warum ich mich in meiner Wahlheimat München so wohl fühle: Hier erwachen Widersprüche zum Leben. "Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Herz auszufüllen. Wir müssen uns den Münchner als einen glücklichen Menschen vorstellen."
Julius Zimmer

Passend zum Oktoberfest kommt die Münchner „Abendzeitung“ mit einer unglaublichen Story um die Ecke. Am Mittwoch veröffentlichte das Boulevardblatt auf ihrer Website einen Artikel, der eine Studie präsentiert, die jeden Biertrinker aus dem Sessel haut.

Der Titel:  „Alkohol und Sex: Bier macht hemmungsloser.“

Bei der Morgenkonferenz in unserer Redaktion machte sich Fassungslosigkeit breit. Bier soll hemmungsloser machen? Das konnten wir uns einfach nicht vorstellen.

Doch die Münchner Zeitung setzte mit ihrer Dachzeile noch einen drauf: „Steigert Geselligkeitstrieb“. Demnach soll der beliebte Gerstensaft „höchstwahrscheinlich einen Einfluss auf den Geselligkeitstrieb“ haben und die soziale Wahrnehmung beeinflussen.

Quelle: www.abendzeitung.de

Quelle: www.abendzeitung.de

Der Artikel startete mit der steilen These, dass Alkohol einen großen Einfluss auf unser Sexualverhalten habe. Bereits nach einem halben Liter Bier fühlen sich Menschen „sexuell schamloser“.

Vor allem Frauen sind betroffen

Vor allem Frauen seien von diesem Phänomen betroffen, da sie „einen geringeren Flüssigkeitsgehalt im Körper haben“. Moment mal. Das würde dann ja bedeuten, dass Menschen eher Sex haben, wenn sie Alkohol trinken. Puh, bin ich froh, dass mir das endlich mal jemand bestätigt.

Diese bahnbrechende Erkenntnis könnte uns so einige Mysterien um das Münchner Oktoberfest erklären. Zum Beispiel, warum plötzlich so viele Menschen in der Öffentlichkeit rumknutschen, obwohl sie sich gar nicht kennen. Oder warum der Mann am Tisch nebenan einer Frau beherzt ans Dekolleté fasst.

Der Autor des Beitrags bezog sich auf eine Studie der Universitätsspital Basel, die diese alte Binsenweisheit nun offiziell belegt. Die Arbeit von Professor Matthias Liechti wurde auf einem Kongress der „European College of Neuropsychopharmacology“ in Wien vorgestellt.

Hier in der Redaktion sind wir immer noch vollkommen geschockt. Das konnte ja wirklich niemand ahnen. Wer weiß, was jetzt noch alles kommt? Am Ende ist Alkohol sogar noch schädlich für die Leber und Bier gut für die Haare.

 

2 Comments
  • Christina
    Posted at 16:53h, 29 September

    An Ihrer Rechtschreibung müssen Sie noch arbeiten, Herr Zimmer.

  • Jan Krattiger
    Jan Krattiger
    Posted at 11:25h, 04 Oktober

    Vielen Dank für das aufmerksame Lesen, wir haben die in der Eile des Gefechts entstandenen Fehler korrigiert. 🙂

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