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Das Einmaleins für Neu-Veganer*innen

Du spielst mit dem Gedanken, dich vegan zu ernähren, aber weißt einfach nicht wie du anfangen sollst? Wir haben für dich Tipps und Tricks gesammelt, die dir den Einstieg erleichtern:

1. Sei nicht zu streng mit dir

Vielen fällt der Schritt vegan zu werden, in den ersten paar Tagen leicht. Nach den Mahlzeiten fühlt man sich gut und solange man zu Hause isst, fällt die Umstellung nicht schwer. Doch dann kommt das erste Geschäftsessen, der erste Besuch bei der Oma oder die erste Reise und damit auch die Versuchungen. Sei nicht zu streng mit dir, wenn du einmal nicht widerstehen kannst. Gib nicht auf, nur weil es Phasen gibt in denen du tierische Produkte vermisst, sondern suche nach Alternativen. Humus, Nussmus und pflanzliche Milch sowie Joghurt können da manchmal schon helfen. Du kannst auch mal in ein veganes Restaurant gehen, das ein Ersatzgericht dafür anbietet, womit wir direkt bei Punkt 2 wären:

2. Für jedes Craving der richtige Ort

Hast du Sehnsucht nach einer Schnitzelsemmel? Ab zu Siggis am Isartor. Donuts ? In Ümis Café bekommst du leckere Kuchen und Donuts. Döner? Erbil am Ostbahnhof (da gibts übrigens sogar vegane Baklava) oder Brösel im Westend. Kaiser Schmarren? Gibts es leckeren im Max Pett. Freitags sogar mit Vanilleeis. Rührei? Bekommst du mit Brot und Avocado im Café Josephina. Asiatisch? Im Chay Restaurant in der Volkartstraße bekommst du sogar „Ente“ mit einer unglaublichen Kruste oder etwas schicker und komplett vegan ist das SOY.

Mit den Jahren findet man für jede Sehnsucht das passende Restaurant oder macht einfach sein Lieblingsessen zu Hause selbst.

3. Nährhefe, dein Freund und Helfer

Mein erstes Jahr als Veganerin hatte ich keine Ahnung, was Nährhefe ist. Immer wieder hörte ich Amerikanische Youtuber*innen von „nutritional yeast“ sprechen, habe aber nie etwas ähnliches im Supermarkt gefunden. Mittlerweile haben viele Edekas, Rewes oder auch der Ohne Supermarkt Nährhefe im Sortiment. Egal ob selbstgemachte Béchamel Soße für Lasagne, als Parmesan-Ersatz oder Soßenverdicker. Mit ein wenig (oder auch ein paar Löffel mehr) Nährhefe bekommst du eine „käsige Note“ in deine Gerichte. By the way: ohne geht es aber auch mit diesem Mozzarella Rezept.

4. Kala Namak, das Zaubersalz für Fake-Rührei

Klingt verrückt, funktioniert aber tatsächlich: Wenn du Tofu, mit etwas Kurkuma für die Farbe, anbrätst und dann ein wenig Kala Namak Salz darüber streust ( allerdings erst am Ende sonst „verkocht“ das schwefelige) schmeckt es sehr Rührei-ähnlich. Nach Belieben noch mit Schnittlauch abschmecken und fertig ist dein Frühstück. Kala Namak ist nicht ganz billig, du brauchst aber auch nicht viel. Das Salz bekommst du in jedem Basic Bio Supermarkt und ein kleines Glas hält echt super lang.

5. Nudeln mit Tomatensoße, Pommes und Salat – Die Klassiker

Gerade bei uns in Bayern scheint es ein wenig länger zu dauern, bis Restaurants verstehen, dass Veganer*innen auch eine Zielgruppe sind. Tatsächlich habe ich aber gemerkt, dass sich in den letzten Jahren doch einiges getan hat. Natürlich gibt es trotzdem noch viele Restaurants, die auf den ersten Blick nichts veganes auf der Karte haben. Salat, Pommes oder Nudeln mit Tomatensoße kann dir aber eigentlich jedes Restaurant anbieten, und wenn du nett fragst, macht dir die Küche meistens auch mal was ganz Neues.

6. Informier dich

Das einzige was gegen blöde Fragen hilft, sind kluge Antworten. Niemand interessiert sich für die Calciumzufuhr eines Fleischessers, trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es meistens einfacher ist, sachlich zu antworten und vegane Lebensmittel aufzuzählen, die den Calciumbedarf decken, als eine Grundsatzdiskussion anzufangen. Falls du keine Lust auf große Recherchen hast, hat PETA eine wunderbare Liste zusammengestellt, die du kostenlos runterladen kannst. Hier findest du außerdem das veganstart Programm, dass dich 30 Tage lang per Email mit Tipps und Tricks versorgt

Du bist nicht so kreativ in der Küche unterwegs? Dann schau doch mal bei unseren „Die 10 (wirklich) besten Listen“ vorbei, hier findest du zum Beispiel unsere liebsten Spots für vegane Burger.


Beitragsbild: Iñigo De la Maza 

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