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Isar-Flussbad: Flaucher-Feeling bald auch in der Innenstadt?

Wie wäre es wohl, wenn man direkt nach einem Einkaufsbummel, nach der Uni oder einem Besuch im Deutschen Museum, zur Abkühlung in die Isar springen könnte? Benjamin David und der Isarlust e.V. setzen sich schon seit geraumer Zeit für ein Isarflussbad ein – jetzt scheint das Ziel in greifbare Nähe gerückt zu sein, denn am 05.07.16 hat der Münchner Stadtrat entschieden zumindest mal zu prüfen, ob das Projekt machbar wäre. Nun geht es darum, noch offene Haftungs- und Versicherungsfragen zu klären, die Wasserqualität zu prüfen und eine fischökologische Untersuchung durchzuführen.

Aber wie genau soll so ein Flussbad mitten in der Münchner Innenstadt überhaupt aussehen? Und was ist das Ziel des Isarlust Vereins, der mit einem „Pavillon der guten Dinge“ beim Kulturstrand, Workshops über unseren Fluss und Testschwimm-Aktionen an der Isar auf sich aufmerksam macht. „Uns geht es um die Wiederbelebung des innerstädtischen Isarraums“, fasst Benjamin David zusammen, „Teilweise kommt man ja in der Innenstadt nicht mal an den Fluss heran. Das wollen wir ändern.“ Einen Isar-Boulevard könne er sich längerfristig neben einem Isarbad auch vorstellen. Nämliches soll an der großen Isar zwischen dem Deutschen Museum und den Patenämtern gebaut werden.

Erholung + Spaß + Naturschutz = Isar-Flussbad

Mit dieser Planung versucht er den Umweltschützern, die sich um das Wohlergehen der vielfältigen Flusslandschaft sorgen, den Wind aus den Segeln zu nehmen: „An dieser Stelle kommt die Isar durch das Prater-Kraftwerk als ökologischer Korridor sowieso nicht mehr infrage. Trotzdem ist die Wasserqualität sehr hoch: mindestens Badequalität, wenn nicht sogar Trinkwasserqualität.“ Ein Flussbad an Münchens Lebensader sollte idealerweise Erholung, Spaß und Naturschutz vereinen.

Natürlich ist die Machbarkeitsstudie der Stadt eine Hürde, die noch überwunden muss, doch Benjamin David zeigt sich zuversichtlich und höchst zufrieden mit dem Beschluss der Umweltausschusses: „Wir sind absolut begeistert. Die Entscheidung des Stadtrats freut uns total.“ Und uns auch, meint Stadtrat Dr. Wolfgang Heubisch während der Sitzung am Dienstag, denn „Wenn man mal in die Bevölkerung reinhört, dann finden die das alle ganz super.“

Ob wir wirklich auf eine Badegelegenheit an der Isar hoffen dürfen, entscheidet sich 2018 – da liegt dann nämlich der Bericht der 12-monatigen Untersuchung vor. Bis dahin heißt es noch mit Flaucher und Eisbach vorlieb nehmen – und zum nächsten Testschwimmen des Isarlust e.V. am 17.Juli mit ISARPOKAL und ISARTREIBEN gehen! Mehr Infos dazu findet ihr hier.

1Comment
  • Tom von der Isar
    Posted at 13:50h, 09 Juli

    Am Flaucher kann man doch nicht schwimmen!

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