Münchenschau, Stadt

Geschafft: München ist Klimaschutz-Hauptstadt

Marco Eisenack

Liest, schreibt und bloggt den lieben langen Tag und des öfteren auch nachts in und über München.
Marco Eisenack

Exklusive Eilmeldung: Stromausfall offenbar Münchens offizieller Beitrag zur Earth Hour 2012.

Der Titel „Radlhauptstadt“ war dem Münchner Stadtrat nicht genug. Im Vorfeld der globalen Klimakonferenz in Doha wollte die Landeshauptstadt ein Zeichen setzen: Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, war der knapp einstündige Stromausfall im nahzu gesamten Stadtgebiete der offizielle Beitrag zur WWF Earth Hour 2012. Wenn wir uns im Dunkeln nicht verrechnet haben, wurden heute morgen rund 128 Tonnen CO2 eingespart.

Spekulationen, wonach das morgendlich Blackout zugleich der offizielle Wahlkampfauftakt der Münchner Grünen für das Rennen um den OB-Sessel ist, wurden bislang nicht bestätigt.

Der Klimaschutz Effekt dagegen ist schon jetzt unbestritten: München verbraucht im Jahr rund 7,5 Milliarden kWh Strom. Das entspricht 625 Millionen kWh im Monat bzw. 20 833 333 kWh am Tag. In einer Stunde können demnach rechnerisch fast 900 000 kWh eingespart werden.

Aktuelle Studien besagen, dass pro kWh bei einem Gas-Heizkraftwerk im Durchschnitt 148 Gramm CO2-Emissionen entstehen. Demnach hat München heute Morgen mit dem Blackout des Heizkraftwerks Süd etwa 128 472 220 Gramm CO2 eingespart – also 128 Tonnen des klimaschädlichen Gases.

Respekt!

Die Hintergründe zur Earth Hour vom WWF erklärt:
„Die WWF Earth Hour ist eine einfache Idee, die rasend schnell zu einem weltweiten Ereignis wurde. Millionen von Menschen schalteten 2012 zum sechsten Mal für eine Stunde am gleichen Abend ihr Licht aus – überall auf dem Planeten. Unzählige Gebäude und Sehenswürdigkeiten in tausenden Städten versinken Jahr für Jahr 60 Minuten lang im Dunkeln, um unseren einzigartigen Planeten und seine Natur zu feiern – und zu demonstrieren, wie wir ihn bewahren können.“

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