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„Innerverse“: James Hersey im Interview- und am 12. Mai im Ampere (mit Ticketverlosung)

Carla Borengässer

Seekind, Im Begriff der Auswilderung im Großstadtjungle; inflationäre Verwendung von Semikoli könnte auftreten.
Carla Borengässer

15 Millionen Streams innerhalb von acht Wochen?

Das klingt nach einer echten Erfolgsgeschichte!

Musik hat James Hersey sozusagen immer schon gemacht; er spielte schon früh in Bands und professionalisierte später sein Gitarrenspiel. Im Sommer 2014 dann passierte genau das, worauf viele junge MusikerInnen und Talente hoffen: Ein Remix einer seiner Songs, „Coming Over“, kletterte auf Platz 1 der US-Amerikanischen Billboard Dance Charts, James erlangt international Bekanntheit und seine Musik wird zum Beispiel in Italien, den USA und Kanada mit Gold ausgezeichnet.

Gerade die Texte seines neuen Albums „Innerverse“, das diesen Frühling erschienen ist, stecken voll Emotion. Gemeinsam mit filous und narou, Musikern und Produzenten, die ihn schon bei früheren Veröffentlichungen unterstützt haben, liefert James Hersey einen neuen potenziellen Ohrwurm nach dem andern.

Es geht um Gefühl – und zwar um ganz viel davon

Und genau das ist das Schöne an seinen Texten: Egal, in welcher Situation man die Musik aufdreht, die etwas raue Stimme begleitet uns durch den Tag und die Zeilen passen dann doch irgendwie immer haargenau zur eigenen Lebenssituation.

„Here’s what it really sounds like. Here’s my inner voice, my inner verse, my Innerverse.“

…so erklärt der multitalentierte Instrumentalist, Songwriter und Produzent selbst den Titel des neuen Albums; auch hier wird deutlich, dass die Worte aus seiner Gefühlswelt stammen, seinem inneren Universum – und genau deshalb auch so authentisch sind.

Der gebürtige Österreicher mit amerikanischen Wurzeln und Wahl-Wohnsitz in Berlin verbrachte die letzten zwei Jahre, die Zeit, die seit der Veröffentlichung seiner letzten EP „Pages“ vergangen ist, natürlich hauptsächlich mit der Musik. Europa-Touren mit Metric und Jeremy Loops, mit dem er dann auch gemeinsam im Studio stand, brachten ihn vor nicht allzu langer Zeit zwar schon nach München.

Diesmal ist James Hersey aber selbst Headliner der eigenen Tour

Wir hatten Glück und haben ihn auf dem Weg zur nächsten Konzertlocation gesprochen, um ihn mit einigen Fragen zu löchern.

Mucbook: Ganz ehrlich: Magst du lieber die kleinen Konzerte, bei denen man ganz nah am Publikum ist oder die ganz großen Bühnen mit fetter Lichtshow und begeisterten Massen?

James Hersey: Ich hab jetzt so ein Zwischending gefunden für mich, aber prinzipiell spiele ich schon gerne die kleineren Konzerte. Auch, weil ich immer ein bisschen nervös werde vor den Auftritten. Und wenn es so viele Leute sind, habe ich das Gefühl, null Chance zu haben, mich mit dem Publikum zu verbinden, mich natürlich zu fühlen. Ich bin dann nur so am Performen, hab das Licht auf mir und sehe keinen… Bei den ganz großen Sachen ist das Ganze dann irgendwann super unpersönlich!

Bei den kleinen Konzerten, wie neulich zum Beispiel in Köln, da spiele ich in meinem Set ein paar Lieder einfach nur acoustic- und genau das ist, glaube ich, der Lieblingsmoment aller: wenn ich einfach nur mit meiner Gitarre da stehe und singe!

Mucbook: Oh ja, darauf freuen wir uns in München auch!

James Hersey: Gestern zum Beispiel habe ich auch nach dem Konzert eine ganze Stunde für die Leute am Merch-Stand gespielt – einfach die alten Lieder, die sie hören wollten.

Manchmal passiert genau sowas auf kleinen Konzerten, das würde man auf einem Festival oder bei großen Shows nie erleben!

Mucbook: Du hast ja vorhin erwähnt, dass du vor der Show immer ein bisschen aufgeregt bist. Hast du bestimmte Rituale, um dich zu beruhigen- oder hilft da alleine die Vorfreude?

James Hersey: Wenn ich die Chance hab, versuche ich immer, tief durchzuatmen. Mich vielleicht hinzulegen und zu strecken – jetzt nicht direkt Yoga zu machen – aber einfach meinen ganzen Körper spüren.

Mucbook: Wie läuft die Tour denn bis jetzt?

James Hersey: Es macht super viel Spaß! Da die Tour so klein ist, haben wir auch keinen Licht- oder Tontechniker mitgenommen; das heißt, wir bauen alles selbst auf. Marou, mein Support und einer meiner besten Freunde und ich. Manchmal klappt es, manchmal auch nicht. Aber es ist ein schöner Stress, ich liebe das!

Mucbook: Du bist ja zweisprachig aufgewachsen; wie kommt es, dass du deine Songs alle auf Englisch schreibst?

James Hersey: Das habe ich tatsächlich immer schon gemacht, hauptsächlich, weil ich damals auf eine amerikanische Schule gegangen bin. Englisch ist irgendwie meine „Natursprache“, obwohl meine Mom ja Österreicherin ist.

Mucbook: Kannst du dir denn vorstellen, irgendwann auch mal auf Deutsch zu singen?

James Hersey: Ich weiß nicht. Mein Songwriting ist für mich irgendwie so traditionell Englisch – eine Mischung aus dem, was in Amerika um Bob Dylan passiert ist und beeinflusst von den Beatles natürlich auch.

Deutsche Musik machen zwar viele super gut. Aber so wie ich Musik schreibe, ist Englisch zur Zeit einfach die richtige Sprache dafür!

Vielleicht kommt ja irgendwann mal was auf Deutsch, mal sehen.

Mucbook: Es bleibt spannend! Auf welches Projekt freust du dich denn in naher Zukunft?

James Hersey: Ich freue mich darauf, diesen Sommer wieder ins Studio zu gehen. Ich hab nämlich ein neues Album geschrieben und dann würde ich auch gerne noch ein paar Shows buchen! Eigentlich würde ich gerne gleich im September wieder auf Tour gehen; es muss ja nicht unbedingt eine Release-Tour sein.

Es kann auch einfach ums Musiknachen gehen und darum, für die Leute am Merchstand zu spielen!

Mucbook: Zum Abschluss noch eine typische München-Frage: Hast du einen Lieblingsort in München?

James Hersey: Oh ja, ich als Thermen-Freak! Neben der Muffathalle gibt es so ein Badehaus, ich habe vergessen, wie es heißt.

Mucbook:… Das Müllersche Volksbad?

James Hersey: Ja, richtig! Das is genial. Vielleicht gehe ich da vor dem Konzert noch ganz secret-mäßig in den Dampfraum!

Mucbook: Wir freuen uns jedenfalls, dich bald in München zu sehen!

James Hersey: Ampere wird super, ich freue mich auch.

Wir verlosen Tickets!

Am 12. Mai kannst Du dich selbst, live und höchstpersönlich in das neue Album verlieben: James Hersey tritt im Ampere auf. Und genau dafür verlosen wir 3×2 Tickets. Hinterlasse uns einfach hier einen Kommentar. Ausgelost wird am 8. Mai.


In aller Kürze:

Was? James Hersey Live

Wann? 12. Mai, Einlass 19 Uhr

Wo? Ampere, Zellstr. 4

Wieviel? 26 Euro, Tickets gibt’s hier


Fotos: © Gabriel Hyden

10 Comments
  • Eva Mathis
    Posted at 20:56h, 05 Mai

    1 Antrag zur Teilnahme an der Verlosung für James Hersey Tickets <3

  • Anna Schatz
    Posted at 22:42h, 05 Mai

    James Hersey würde ich nur zu gerne am Sonntag sehen! Vor allem, weil ich „Miss you“ live hören möchte.

  • Janine Gabriela
    Posted at 12:16h, 06 Mai

    Den Thermen-Freak würde ich zu gerne live sehen 🙂

  • Jan Katschinski
    Posted at 12:17h, 06 Mai

    Über die zwei Karten würde ich mich riesig freuen. Hatte das Vergnügen diesen spannenden jungen Künstler vor zwei Jahren auf einem Festival zu sehen und warte seit dem darauf, dass er mal auf eine eigene Tour geht. Jetzt ist es endlich so weit!

  • Riccardo Roggatz
    Posted at 12:39h, 06 Mai

    Würde mich sehr darüber freuen. Hammer Sänger

  • Rebecca Neumeier
    Posted at 15:45h, 06 Mai

    Das wäre ein tolles Muttertagsgeschenk für meine junggebliebene liebe Mama

  • Joe Görlich
    Posted at 12:27h, 07 Mai

    Würd mich saumäßig über Tickets freuen!

  • Matthias Biermeier
    Posted at 14:22h, 07 Mai

    Muttertag, Sonntag, München, Ampere, Regenwetter und Musik von James Hersey 🙂 Was will man mehr!?!?! 😀 Dann kann ruhig wieder ein weniger schöner Montag kommen 🙂 Liebe Grüße!

  • Eugenia Plischuk
    Posted at 16:34h, 07 Mai

    Ich würde mich über tickets sehr freuen

  • Michael Karl
    Posted at 20:53h, 07 Mai

    Würde mich sehr darüber freuen!

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