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Jetzt unterschreiben für die Mindestlohn-Maß

Jan Krattiger

Jan Krattiger

Irgendwas mit Medien, Videokameras und Gitarren. Gitarren sind immer gut.
Jan Krattiger

Eine ganz einfache Forderung macht seit gestern Abend im Web die Runde: Die Mindestlohn-Maß soll her. Das heißt: Eine Maß Bier soll von einer Stunde Arbeit bezahlbar sein. Mit dem aktuellen Mindestlohn ist das nicht möglich, da er bei 8,84 Euro liegt.

Dass die Wiesn-Maß immer teurer wird und dieses Jahr das erste Mal die 11 Euro-Grenze überschritten hat, sorgte bereits Monate vor dem „O’zapft is!“ für hitzigste Diskussionen im hiesigen Blätterwald und ist ein Thema, das gut und gerne auch mal eine Wahl mitentscheidet. Dabei gibt es eben sehr viele Leute, die sich diese 11 Euro nicht leisten können. Weil der Mindestlohn so tief ist.

Also: Bierpreis deckeln …

Die Petition (die du hier unterschreiben kannst) bietet zwei Möglichkeiten, wie das Ziel erreicht werden kann, eine Maß von einer Stunde Arbeit bezahlen zu können:

Entweder der Bierpreis wird auf der Höhe des Mindestlohns gedeckelt. Wie erfolgreich, respektive erfolglos bisherige Versuche waren, den Bierpreis zu deckeln oder eine „Bierpreisbremse“ (allein schon das Wort …) einzuführen, kannst du zum Beispiel bei unseren Kollegen von der Abendzeitung nachlesen.

… oder Mindestlohn anheben!

Oder eben: der Mindestlohn wird angehoben auf den Preis einer Maß auf der Wiesn. Denn es stellt sich die Frage, so die Petition, „wieso Menschen überhaupt zu einem Stundenlohn arbeiten, von dem sie sich nichtmal ein Bier auf dem Volksfest kaufen können.“

In dem Sinn: Prost für Alle! (auch auf Facebook)


Beitragsbild: © Arnulf Fornoff

1Comment
  • Wolfgang Russ
    Posted at 18:08h, 25 September

    Wenn ich mich zurückerinnere hat ein Stundenlohn noch nie für eine Wiesn-Maß gereicht. Warum soll deshalb eine Verbindung zwischen beidem hergestellt werden? Viel schlimmer: Mit 8,84 EUR/Stunde lässt sich in MUC keine Wohnung bezahlen. Ein Wiesn-Besuch erst Recht nicht. Rainer von Vielen sang schon vor 1 Jahren: „Wenn die Arbeit kein Geld mehr nach Hause bringt…“
    Wie wäre es, auf den Bierpreis noch 2 EUR draufzuschlagen und diese 2 EUR in den sozialen Wohnungsbau zu stecken und die Mindestlöhne mit den Mieten zu koppeln?

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