Earsnail im Import/Export
Aktuell, Kultur, Live

MUCBOOK präsentiert: Earsnail (Beijing) und BAM BAM (München) im Import/Export

Jonas Haesner

Ich halte die Augen offen und versuche mit Fotos meine Sicht der Welt einzufangen.
Jonas Haesner

Die Damen und Herren von Comecerts laden wieder einmal ins Import/Export, um die neueste Musikentdeckung aus China vorzustellen. Earsnail aus Peking spielen am 12. September zusammen mit BAM BAM aus München ein Konzert, dass man nicht verpassen sollte. Und das Beste daran: MUCBOOK verlost Tickets! Hier erfahrt ihr, wie ihr sie gewinnen könnt.

Earsnail – von Dystopie und Field-Recordings

Die Band Earsnail besteht aus den Wang Xu und Yan Shuai und ist genau genommen keine richtige Band. Wenn man sie live erleben kann, spielen sie mit Sequenzern, Synthesizern und Samplern anstatt mit Gitarre und Schlagzeug. 2013 lernten sich die beiden in der Pekinger Underground-Rock-Szene kennen. Dort spielten sie als Teil verschiedener Bands wie Carsick Cars oder DaBang. Tatsächlich tourten sie unabhängig voneinander mit diesen Bands in Europa und spielten bereits beide bei Comecerts-Konzerten in München.

Nun sind die beiden als Duo mit einer frisch aufgenommenen Platte unterwegs. Nach ihrem ersten Album „9999“ ist das nun ihr zweites Studio-Album, das sie diesmal in Frankreich eingespielt und produziert haben. Der Sound der beiden zeichnet eine versmoggte dystopische Zukunft, die häufig auf ihre Heimat Peking anspielt. Solide House-Drumsounds verbinden sie mit organischen Tabla-Jams. Sie entwickeln fragmentierte Glitches zu einem pulsierenden Groove und lassen alles wieder in sich zusammen Fallen. Durchaus tanzbar erinnert die Musik manchmal an frühe Zeiten von The Chemical Brothers oder Acid Pauli. Für ihre Tracks arbeiten die beiden auch häufig mit Samples und Field-Recordings. Eines ihrer Lieblings-Samples ist beispielsweise ein Saxophonist, den Yan Shuai zufällig im Park gehört und aufgenommen hat.

BAM BAM – der mechanische Sequenzer

Benny Hofer aka BAM BAM ist eigentlich Polsterer. Statt Möbel zu restaurieren und Räume auszustatten, macht er nun aber vor allem Musik. Mit seinem selbstgebauten Instrument tritt er regelmäßig im Harry Klein, in der Muffathalle oder auch mal im Sisyphos in Berlin auf. Das Instrument ist ein großes Stahlrohr, das durch einen Elektromotor angetrieben wird. Durch die Drehung des Rohres werden über kleine Haken verschiedene Trigger betätigt, die wiederum mit Drumcomputern oder Synthesizern verbunden sind. So entstehen elektronische Loops die Benny Hofer dann zu einem Track zusammenfügt.

Klingt abgefahren – ist es auch.

+++WIN+++

Natürlich haben wir auch für diese Ausgabe von Comecerts wieder Gästelisten zu verlosen, nämlich 2×2 Stück. Lass uns einfach unten einen Kommentar da, mit etwas Glück stehst du dann mit Begleitung auf der Liste.


In aller Kürze

Was? Comecerts #15: Earsnail x Bam Bam

Wann? Am 12. September um 20:00 Uhr

Wo? Import/Export, Daucherstr. 114

Wieviel? 11Euro, nur Abendkasse


Foto: ©Earsnail

1Comment
  • Julian Meyer
    Posted at 14:43h, 09 September

    Das wird toll. toll, toll! Wenn ich auf die Gästeliste dürfte wird es aber noch toller und ich beuge mich vor Dankbarkeit bis auf den Boden! 🙂

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