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Nachts in Bushwick…
München, wir müssen reden. Wenn es um dein Nachtleben geht, bemühst du dich einfach zu sehr. Die Scheiß-Drauf-Attitüde von Brooklyn hat sich auch in seinen Bars und Clubs breit gemacht und zauberte in den vergangenen Jahren eine Reihe von DIY-Lokalen in die junge Gegend von Bushwick, Brooklyn.
Große Tanzflächen und DJ Pults sind mittlerweile wieder den guten alten Holzbühnen und Amps gewichen – die Live Musik ist zurück und die lokale Bandszene scheint wieder aufzublühen. Zumindest haben mich meine zahlreichen willkürlichen Tipps von Einheimischen allesamt in die Untergrund-Musikszene geführt. Zwischen schicken, modernen Bars verstecken sich kleine, selbst gezimmerte mehr oder weniger private Locations – man weiß es oft nicht so genau – die sich nicht selten mit Künstlern und ihren Werken vermischen und sich durch ihre Einfachheit und gleichzeitige Persönlichkeit eine spezielle, kleine Atmosphäre erschaffen. Da kann es schon mal passieren, dass man erst beim Entdecken einer Zahnbürste auf der Toilette daran erinnert wird, dass nach der durchtanzten Nacht hier jemand in sein Bett geht.

Am Ende trifft man sich meist zum Morgengrauen an einem Taco-Stand und lässt die verrücktesten Tänzer und beeindruckendsten Bands Revue passieren. Was von den besucht und betanzten Lokalen am Ende wirklich lizenziert war, weiß ich nicht, Tatsache allerdings ist, dass man die jungen Wilden in Bushwick und Williamsburg eben einfach Mal machen lässt. Man lässt sie nicht nur ihre Wände sondern auch ihr Nachtleben selbst gestalten und offensichtlich braucht es keinerlei Schnick-Schnack, wie noble Cocktails oder abgefahrene Lichteffekte zur Party-Perfektion.
Von Glanz und Glamour verwöhnt ist man auf den selbst gezimmerten Tanzflächen der Lager- und Industriegebäuden in Bushwicks Nachtleben keineswegs, außer vielleicht von ihren dazugehörigen Flachdächern und ihren Skyline-Blick, wo man eine durchzechte Nacht ganz schön schick mit dem Sonnenaufgang beenden kann.

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