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Nähe & Distanz – Die Tanzwerkstatt Europa 2020

Janna Lihl

Die Tanzwerkstatt gilt als Hot Spot der internationalen Tanzszene. 10 Tage lang, vom 27. Juli bis 7. August, bietet das Festival ein ausgefeiltes Programm das zeitgenössichen Tanz, Performances und Workshop vereint. Nähe und Distanz werden in sieben Produktionen (inter-)nationaler Künstler*innen untersucht, erprobt und versinnbildlicht u.a. von Cindy van Acker, Noé Soulier, Jefta van Dinther, Stephan Herwig und Mette Ingvartsen.

Ein Symposium, Lectures sowie die Workshops sind für alle Interessierten offen, egal ob Profi oder Neuling. Das wichtige – und gerade in der jetzigen Zeit in den Fokus geratene – Thema von Nähe und Distanz wird in dem Symposium „Utopien des Zusammenlebens“ mit Expert*innen diskutiert.

Das Besondere – neben den teilnehmenden renommierten Künstler*innen – ist das Workshopprogramm für alle, egal ob ohne jegliche Kentnisse bis hin zu Profis. Stephan Herwig führ z.B. Neulinge in das Thema des „Contemporary Dance“ ein. Mit Chiang-Mei Wang können sich alle im „Tai-Chi Dao-Yin “ üben. Fortgeschrittenen bietet sie im „Floating Body“ Workshop die Möglichkeit an, Tai-Chi Dao-Yin und die Graham-Technik zu vereinen.

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© Jubal Battisti

Eröffnet wird das diesjährige Festival mit der Performance „Plateau Effect“ von Jefta van Dinther. Im gemeinsamen Bemühen, Kommunizieren und Tranformieren vereint sich das das Ensemble des Staatsballett Berlin choreografisch und schafft so mehr, als eine Person allein schaffen kann. Im Ineinandergreifen und Überlagern von Choreografie, Licht, Ton, Bühnenbild und den Tänzer*innen entsteht eine „Choreografie der Materie“.

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© Franz Kimmel

Der Münchner Choreograf Stephan Herwig bietet nicht nur einen Workshop sondern präsentiert ebenfalls seine Performance „Rhythm & Silence“. Durch die reine Anordnung der tänzerischen Bewegungen werden Rhythmen und Strukturen sichtbar, formen sich zu Mustern, lediglich untermalt von den Atemgeräuschen und dem Nachhall des Tanzes im Raum.

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21 pornographies © Marc Domage

Ein vielschichtiges Programm für alle

In „Fugue Trampoline“ von Yoann Bourgeois ersetzt das Trampolin den Boden. Die Open Stage gibt jungen Künstler*innen die Gelegenheit, ihre Choreografien dem Münchner Publikum zu präsentieren und die dänische Choreografin Mette Ingvartsen untersucht die Funktionsweisen von Pornographie anhand einer Sammlung erotischer und affektiver Materialien. Das komplette Programm mit den sieben Performances findest du hier.


In aller Kürze:
Was? Tanzwerkstatt Europa
Wann? 27. Juli bis 7. August 2020
Tickets


Titelbild: Cindy van Acker. Shadowpieces © Thomas Bohl

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