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Nicht das Ferkel rauslassen, sondern die ganze Sau – PRIMA KLIMA beim fastfood IMPROCUP

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v.l. Markus Zett, Jörg Schur alias PRIMA KLIMA. Foto: Robert Molnar

Jörg Schur und Markus Zett spielen seit kurzem als Duo im Ensemble des fastfood theaters. Beim fastfood IMPROCUP  am 1. März treten die beiden als PRIMA KLIMA gegen die UNRASIERTEN GENTLEMEN aus Berlin an. Ein Auftritt für dessen Vorbereitung beiden Schauspielern wenig Zeit bleibt. Markus probt gerade für ein Projekt in Wien, Jörg bereitet tagsüber eine Produktion in Augsburg vor und spielt abends in der Drehleier in der fastfood Improshow „Best of Life“. Zum gemeinsamen Gespräch haben sie sich im Internet verabredet.

Jörg sitzt kurz vor der Show im Backstage. Markus schaltet sich aus Wien dazu.

Kennengelernt haben sie sich vor drei Jahren. Als Markus zum fastfood Ensemble kam, hätte es von Anfang an einen gemeinsamen Draht gegeben, „weil wir einen sehr ähnlichen Zugang zu Impro und zur Figurengestaltung haben“, erklärt Jörg. Beide haben Spaß daran, Geschichten in großen Bögen zu improvisieren. Jörg liefert dazu eher die Struktur – Markus die Frechheit und die Ruhe, auch mal im Moment zu verharren.

„Jörg hat mich in meiner Anfangszeit in München ganz toll unterstützt, auch indem er mir aufzeigen konnte, woran ich noch arbeiten kann.“ sagt Markus.

„Ich hab zu ihm gesagt, dass er nicht nur sein Ferkel rauslassen soll, sondern die ganze Sau,“ ergänzt Jörg und lacht. PRIMA KLIMA, der Name ihres DUOS und ihr Teamname beim fastfood IMPROCUP, steht für diese besondere Atmosphäre zwischen den Spielpartnern: Eine Mischung aus  Vertrautheit, Neugierde und der Fähigkeit dem anderen jeder Zeit Raum zu geben. Wie stark sich das auf der Bühne aufschaukeln kann haben die beiden bei einer ihrer ersten gemeinsamen Shows in Bad Tölz erlebt. Seitdem sind sie ein Team. Inzwischen haben sie auch gelernt, ihre unterschiedlichen Spieltempos aneinander anzupassen. Dazu braucht es Auffassungsgabe und Spontaneität.  Jörg sieht sich als der zügigere Spieler. An seinem Kollegen Markus schätzt er die Empathie, mit der dieser unterschiedliche Rollen schlüpfen kann und wie es ihm im Spiel immer wieder gelingt, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Das ist beim fastfood IMPROCUP besonders gefragt. Wo sonst wird man bei einer Sekunde Zeitüberschreitung gleich mit Punktabzug bestraft? Bei Formaten, die sonst wenig gespielt werden, ist es extrem hilfreich, mit einem Partner auf die Bühne zu gehen, auf den man sich einlassen kann, weil man ihn gut kennt und ihm vertraut. Deshalb ist das Zusammenspiel dann auch das worauf PRIMA KLIMA im Viertelfinale beim fastfood IMPROCUP am meisten achten wollen. Nicht Perfektionismus, sondern der Anspruch, eine entworfene Szene gemeinsam zu einem schlüssigen Ende zu bringen ist ihr stärkster Ansporn. Ob diese Taktik Ihnen den Einzug ins Halbfinale ebnet, wird wie immer das Publikum entscheiden.

PRIMA KLIMA beim fastfood IMPROCUP am Samstag, den 1. März. Beginn: 20.30 Uhr. Einlass: 18.30 Uhr.
Schlachthof Bühne & Wirtshaus. Zenettistr. 9. D-80337 München.
Eintritt 21,00 Euro, 20% Ermäßigung für Studenten an der AK.

Karten Tel.: 089/ 72 01 82 64
online: www.muenchenticket.de Informationen und weitere Termine :

www.fastfood-theater.de

www.improcup.de

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