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Nix tun, Paddeln, Treiben lassen: Am Sonntag hüpfen wir in die Isar

Susann Westhoff

Mit offenen Augen treiben lassen,
verlaufen, und mich in diese
Stadt verlieben - Das ist mein Leben
fernab der Heimat als
Neu-Münchnerin in MUC.
Susann Westhoff

Es ist wieder soweit. Es ist Sommer in München. Es ist so heiß, dass man sich nur nach einem sehnt: Kühlem Nass. Mal eben in die Isar springen, wie herrlich das doch wäre. Sich mit Luftmatratze und Gummiboot gemütlich treiben lassen und die Zeit vergessen. Der Sommer unserer Träume. Leider, denn Schwimmen in der Isar ist gesetzlich verboten. Dabei ist genau das momentan in vielen Großstädten weltweit total angesagt.

Urbanes Stadtbaden liegt im Trend

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Mit Blick auf das große Vorbild „Rheinschwimmen“ in Basel und den seit Jahren bestehenden Möglichkeiten in der Limmat in Zürich öffentlich und kostenlos zu baden, sehnt sich der Münchner nach einem vergleichbaren Vergnügen in der Isar. Paris und Kopenhagen haben ihre Ideen bereits verwirklicht, Berlin und New York erarbeiten immer konkretere Planungen, und in München werden die Forderungen immer lauter.

Ein Sonntag in der Isar

Für einen Tag lässt der Verein Isarlust in Kooperation mit den Urbanauten und dem Kulturstrand München zum zweiten Mal unsere Träume wahr werden und veranstaltet am Sonntag, den 9. Juli von 15 bis 18 Uhr das  Isartreiben & den Isarpokal. Jeder, der Lust hat mitzuschwimmen, ist herzlich eingeladen, sich nach vorheriger Anmeldung den Badefreudigen anzuschließen. Der Bereich zwischen Braunauer- und Reichenbachbrücke ist für diesen Tag den Schwimmern freigegeben und wird von der Kreiswasserwacht betreut.

Wem das lässige Treiben nicht genügt, kann seine Schnelligkeit im Wettbewerb unter Beweis stellen, um am Ende eventuell zum Sieger gekürt zu werden.

Damit es nicht bei einem temporären Vergnügen allein bleiben muss, möchte der Verein Isarlust e.V. mit dieser Aktion und eigentlichen Demo-Veranstaltung erneut auf die Forderung nach einem dauerhaften Isarflussbad aufmerksam machen.

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Sehnsucht nach unserem eigenen Flussbad

Zwar ist an einigen Stellen der südlichen Isar das Baden gestattet, sollte jedoch aus Naturschutzgründen eingeschränkt oder ganz unterlassen werden. Anders sähe es in der Innenstadt aus: Hier hätte die Isar optimale Badewasser-Qualität, sodass Visionäre den Abschnitt zwischen dem Deutschen Museum und den Patentämtern besonders in den Fokus Ihrer Planung nehmen.

Ist doch so: Gerade der Reiz des Verbotenen verlockt, doch das eine oder andere Mal ungesehen in die Isar zu hüpfen. Ohne Aufsicht allerdings ein klares Risiko. Dem könnte man mit der Realisierung eines legalen Badebereichs mit Wasserwacht entgegenkommen. Und wäre es nicht sogar ein Zeichen der Liebe und Verbundenheit der Stadt zu ihrem Fluss, wenn die Isar mehr in das Alltagsleben und Stadtbild integriert werden würde?

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Gute Laune, gutes Wetter und viel Hoffnung

Münchnerinnen und Münchner können das Projekt unterstützen und durch ihr frohes Baden ihrem Wunsch Ausdruck verleihen. Und wenn Petrus auch Fan der Aktion ist, wird auch er mit gutem Wetter seinen Beitrag liefern.

Hier Impressionen vom letzten Jahr für einen ersten Vorgeschmack:


In aller Kürze:

Was? Isartreiben & Isarpokal

Wann? Sonntag, 9. Juli, 15 – 18 Uhr (Anmeldung ab 14:30)

Wo? Braunhauser Brücke (Candidplatz, Röcklplatz, oder Lagerhausstraße)

Wieviel? 15 bzw. 20 Euro


Fotos: © Isarlust e.V.

Video: mucbooktv

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