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Period Power: Münchner Gesichter mit Steffi und Tania von OH WOMAN

Etwa die Hälfte der Menschheit menstruiert regelmäßig und dennoch handelt es sich bei der Periode um ein Thema, das bestenfalls mit Schweigen bedacht wird, schlimmstenfalls zu Diskriminierung und Denunzierung menstruierender Menschen führt. Auch in Deutschland ist die Periode nach wie vor ein großes Tabu. Das Resultat: wenig bis gar keine Aufklärung und die Tatsache, dass eine normale Körperfunktion als peinlich und gar ekelhaft wahrgenommen wird. Wer kennt denn nicht die geflüsterte Frage nach einem Tampon und den „Walk of Shame“ in Richtung Schultoilette, wenn es mal wieder soweit ist.

Mit Ihrem Projekt OH WOMAN möchten Steffi und Tania die Periode enttabuisieren: Mit dem Periodenspiel, dass sie gemeinsam mit der fachlich geprüften Hebamme Maxi Wenninger, dem Verein periodensystem und dem Design Studio whatthefish entwickelt haben, möchten sie weibliche Sexualität und die Menstruation ins Rampenlicht rücken. Das Ganze soll spielerisch und ohne Scham passieren, zum Nachdenken und Lernen anregen.

Um ihr Projekt zu realisieren haben die beiden nun eine Crowdfunding Kampagne über Startnext gestartet, die du noch bis zum 18. September unterstützen kannst. Mit jeden verkauften Spiel, das von Hand in der Aichacher Schreinerei Strauch gefertigt wird, wird außerdem der gemeinnützige Verein periodensystem unterstützt. der obdachlose Menstruierende mit Periodenprodukten versorgt.

Wir haben uns mal mit Steffi und Tania unterhalten und ihnen auf den Zahn gefühlt, was das Leben in München und ihre Geheimtipps zum Thema Bauchkrämpfe angeht:

Weißwurst oder Leberkas?

Weißwurst

Woran arbeitet ihr gerade?

OH WOMAN unser aktuelles Crowdfunding Projekt.

& durch unser Designstudio what the fish® an noch weiteren Kundenprojekten im Bereich Brand Design.

Was möchtet ihr mit eurem Projekt bewirken?

Frühzeitige Aufklärung über die Periode & den weiblichen Körper. Es ist ein Türöffner, der Mädchen, Frauen & Menstruierende dabei hilft, sich mit Spaß, Leichtigkeit & vor allem ohne Scham über den eigenen Körper auszutauschen. Es soll also zur Enttabuisierung von Periode & weibliche Sexualität beitragen und Aufklärungsarbeit in das 21. Jahrhundert transportieren.

Worüber flucht ihr am häufigsten in München?

Preise in jeglicher Hinsicht.

Euer bayerisches Lieblings Sprichwort?

Schau ma moi, dann seng mas scho!

Das macht euch zu Münchner*innen:…

Tania: Beim Sonnenuntergang durch die Leopoldstraße spazieren, Wandern in den Bergen, Weißwurstfrühstück im Biergarten, Picknick im Englischen Garten

Steffi: Das plötzliche Gefühl viel Liebe für die Schönheit & Spießigkeit der Stadt zu verspüren, das mich manchmal wie eine Welle durchfährt während man durch die Stadt radelt.

Geht immer: …

Steffi: Proseccoschorle Tania: Ein Glas Wein

Bestes Mittel gegen Bauchkrämpfe des Todes:

Steffi: Kirschkernkissen + Fenchel-Kümmel-Anis-Tee
Tania: Franklin (das ist eine Wärmflasche als Kuscheltier, die meinen Freund gehört)

Deswegen sollten wir mehr über unsere Periode sprechen:

Die Hälfte der Menschheit menstruiert regelmäßig im Schnitt alle 28 Tage und doch gibt es im Fernsehen und auf Werbeplakaten von Menstruationsprodukten noch immer blaues Blut – als wäre das normal. Hinzu kommen absurde Unterhaltungen u. a. darüber, ob das Tampon eigentlich in der selben Öffnung steckt, wie dort wo der Urin rauskommt oder wie viel Liter (Perioden-)Blut man während seiner Tage verliert …

Euer Lieblings- Insta- oder Twitteraccount?

Thema Periode/weiblicher Körper: @the.vulva.gallery (für Spanier: @hastaelco__) Thema Design: @andwalsh

Wo war eure wildeste Partynacht?

Steffi: In der Küche meiner Eltern: Mein 19ter Geburtstag. Karsamstag. Ein Nest mit rohen Eiern als Geburtstagsgeschenk. Selbstgebrannter Schnaps aus Griechenland. – Was soll ich sagen…irgendwann sind die Eier in der Küche geflogen… 😉

Tania: Auf einer kroatischen Insel mit meiner besten Freundin: Um dorthin zu kommen musste man ein Party-Taxiboat nehmen. Im Anschluss ging es in einen Club namens CARPE DIEM und genau das haben wir gemacht 😉


Beitragsbild: © OH WOMAN

Sophia Hösi
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