Kultur, Nach(t)kritik

Pyrotechnik und Hotpants? Nicht nötig!

Alexander Maria Dhom
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Während am Donnerstagabend die Musikbranche nach Berlin guckte, freuten sich in München 7.000 Fans auf ein ausverkauftes Konzert der Beatsteaks in der Olympiahalle. Obwohl es auf der ECHO-Verleihung um Kategorien wie „erfolgreichster Live-Act des Jahres“ ging, musste die Berliner Band Künstlern wie Peter Maffay und PUR den Vortritt lassen. Völlig zu Unrecht…

Denn was die Fans an diesem Abend erwartete war einfach eine Wucht! Mit dem großen Namen Dendemann als Aufheizer war die Stimmung wie zu erwarten, bereits vor dem Auftritt besser als auf so manchem…ECHO-Gewinner-Konzert.

Die Beatsteaks haben nämlich mit Arnim Teutoburg-Weiß nicht nur einen hervorragenden Frontmann, sondern mit Peter Baumann und Bernd Kurtzke gleich drei Musiker, die die Kunst des Singens und Entertainens hervorragend beherrschen.

Teutoburg-Weiß hat das Publikum vom ersten Wort an in seinen Bann gezogen. Kombiniert mit derben Gitarrensounds, Lieder im perfekten Hüpf-Rhytmus und Anheizsprüchen wie „München ist und bleibt Hardcore“ wurde dem Zuschauer eine Bühnenshow geboten, die Pyrotechnik und Hotpants nicht nötig hat. Maximal Sonnenbrillen.

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Genremäßig begeben sich die offensichtlich stolzen Berliner zwischen Arena-Rock und Oldschool-Punk. Aber auch die ein oder andere Rockballade darf selbstverständlich nicht fehlen…Zumal die Münchnerinnen laut Arnim heute besonders hübsch sind. Auch die sehr massentauglichen Coverversionen (Wainwright´s „Hallelujah“, AC/DCs „Thunderstruck“) kamen überraschend gut an.

Schade, dass man Stimmung nicht in Zahlen festhalten kann. Denn dann wäre der Preis für den erfolgreichsten Live-Act des Jahres wohl an die Beatsteaks gegangen.

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