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„Zeitreisen in die Vergangenheit und Frieden stiften!“ – Die Höchste Eisenbahn im Interview

Bald ist es soweit, Die Höchste Eisenbahn fährt am 21. November in München ein. Vorab hatte ich Moritz Krämer und Francesco Wilking am Telefon, um ihnen ein paar Fragen zur Band und zum neuen Album „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“ zu stellen. Fragen, wer denn eigentlich hinter den Personen steckt, die auf dem Album „rumwuseln“ und wie sie sich als Superhelden verhalten würden.
Eine Band, die sich selbst nicht als einzigartig bezeichnet. Ich sage: diese Band ist unvergleichbar, unnachahmlich schön.

1. Seit wann gibt es Die Höchste Eisenbahn und wie habt ihr euch gefunden ?

Wir haben uns im Kiez beim Einkaufen kennengelernt oder beim Umzug, aber eigentlich im Studio. Mario’s Booker hatte gefragt ob nicht alle zusammen auf einem Festival in Dresden auftreten möchten. Dort haben wir das erste Mal zusammen Musik gemacht, es für gut befunden und so gründete sich 2011 Die Höchste Eisenbahn.

2. Wie verläuft der Prozess vom ersten Wort bis zum fertigen Album?

So ganz unvorbereitet wird sich eigentlich nie im Studio getroffen. Moritz zum Beispiel sprudeln die Gedanken meistens auf dem Rad zum Weg ins Studio. Dort angekommen, werden die verfestigten Worte ausgefeilt, es wird gejammt und so kommt Zeile für Zeile zustande, bis die Frage kommt „Über was singen wir überhaupt?“. Es kann auch vorkommen, dass man sich für ein paar Tage in der Wohnung einschließt, bis ein paar Lieder fertig sind, denen im Proberaum der Feinschliff verpasst wird und sie dann auf das Album gepackt werden.

3. Was steckt hinter „Wie komme ich jetzt zu den Anderen?“

Die „Anderen“ waren zwei Kinder die über die Straße gelaufen sind, während ein drittes Kind noch auf dem Spielplatz saß und fertig essen musste. Es rief verzweifelt: „Und wer bringt mich jetzt zu den anderen?“
Viele Sachen haben wir tatsächlich erlebt, viele Sachen werden wir wahrscheinlich noch erleben und viele Sachen kommen uns so vor, als hätten wir sie erlebt.

4. Wer ist eigentlich Lisbeth und Timmy ?

Lisbeth ist ein Waisenkind, das ihre große Liebe im Waisenhaus kennengelernt hat und an einem Lacken aus dem Fenster floh. Der Song handelt von der großen Liebe und davon welche Abenteuer man mit Schmetterlingen in dem Bauch auf sich nimmt.

Timmy ist die Verkörperung von einem Erfolgstyp, einer von denen, die die Welt regieren wollen.

5. Auf dem neuen Album sind Instrumente aus den 80er Jahren zu hören…

Die stehen da immer rum. Wir stehen auf limitierte Instrumente, besonders die mit den außergewöhnlichen Sounds.

6. Ein Song, der eure Band miteinander verbindet?

7. Gibt es Künstler, die euch inspirieren?

So direkt gibt es da keine. Man arbeitet zum Beispiel an einem Song, hört eine Verbindung zu einem anderen Lied, dasselbe passiert uns beim Texte schreiben. Es treten Ab und An Parallelen zu andern Songs oder Künstlern auf, die uns selbst auch immer wieder verblüffen.

8. Habt ihr eine Zukunftsvision?

Da sind wir ganz entspannt und lassen uns überraschen von dem was kommt.
Nach der ersten EP, die eigentlich nur ein „lustiges“ Projekt war, kam dann die erste Platte und dann die nächste. Der Prozess an sich ist langwierig, aber die nächste Platte ist schon wieder in Planung.
Trotz alledem, es muss immer größer werden (lacht)!

9. Wenn ihr eine Superkraft hättet, welche wäre es?

Zeitreisen in die Vergangenheit und Frieden stiften!


Fotocredit: © Sonja Stadelmaier

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