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„Die Liebe zum Fahrrad verbindet“ – Critical Mass München im Interview

Carla Borengässer

Carla Borengässer

Seekind, Im Begriff der Auswilderung im Großstadtjungle; inflationäre Verwendung von Semikoli könnte auftreten.
Carla Borengässer

Critical Mass München, das ist eine scheinbar zufällige, immer größer werdende Gruppe von RadfahrerInnen, die jeden letzten Freitag im Monat gemeinsam eine Route durch den abendlichen Verkehr Münchens radelt.

Ursprünglich 1992 in San Francisco entstanden, verbreitet sich das Phänomen der Critical Mass-Bewegung in den letzten Jahren auch in Europa und Deutschland. Die Kombination einer großen Party auf Rädern mit guter Stimmung und lauter Musik und das kollektive Einstehen für den Radverkehr lädt auch in München immer mehr Menschen ein.

Nach dem Prinzip des organisierten Zufalls formiert sich die Gruppe; jeder ist eingeladen mitzuradeln, über Facebook gibt es aktuelle Informationen und die Streckendetails. Die erste CM Münchens fand übrigens Anfang der 2000er statt.

Wir haben uns mit zwei leidenschaftlichen Critical-Mass-Radlern getroffen- einen Freiwilligen für ein Interview zu finden, war gar nicht so leicht: einen konkreten Initiator oder Veranstalter gibt es ja nicht.

Katharina und Martin kommen – natürlich – angeradelt und Martin trinkt – natürlich – ein Radler.

Mucbook: Hallo ihr beiden! Bewegt ihr euch denn eigentlich noch mit anderen Verkehrsmitteln fort?
Katharina: Aus Solidarität habe ich noch ein MVG-Abo und sogar ein Auto, aber ich benutze beides eigentlich nicht. In München gibt es ja auch wirklich genug Möglichkeiten; Car-Sharing usw.
Vor kurzem sind wir in die Oper geradelt, da waren wir dann aber auch die einzigen, die mit dem Fahrrad gekommen sind. Schade eigentlich, könnten ruhig mal ein paar mehr Leute machen!
Martin: Das wäre eigentlich mal ne super Idee; alle fahren auf der CM in Smoking und Abendkleid, das wäre dann eine elegante Nummer. Von wegen „die Halb-Assis, die sich kein ordentliches Auto leisten können, die haben ja dann Geld fürs Outfit!“

Wie kamt ihr auf die Idee, bei CM aktiv zu werden?
M: Man rutscht da rein…
K: Ich fand einfach, das muss positiv sein und Spaß machen. Klar, man könnte auch Falschparker mit Rasierschaum bestrafen, aber mir hat bei der CM gefallen, dass man mit den anderen zusammen durch die Stadt radelt, ganz friedlich. Weil der öffentliche Raum halt auch mir gehört und ich möchte darüber mitbestimmen!

Wie viele Teilnehmer erwartet ihr durchschnittlich?
M: Joa, schon so um die 300. Einmal haben wir auch die 500 geknackt- irgendwann hoffentlich auch die 1000 und dann wie in Hamburg oder Berlin mal die 10.000!
K: Mir kommen schon immer Tränen, wenn man sieht, wie viele Teilnehmer es in Hamburg etc. gibt…
M: Das ist natürlich schon ein sehr geiles Statement, wenn dann der gesamte Altstadtring von einer Gruppe Radfahrern gefüllt ist und auch kein Auto mehr durchkommt. Man darf ja nicht vergessen: in München haben wir ca. 20 Prozent Fahrradfahreranteil, in den Sommermonaten sind es dann ungefähr 300.000. Das sind so viele Fahrradfahrer und dafür, dass es ein so großer Bevölkerungsanteil ist, wird einfach viel zu wenig für die Radler getan!

Was gefällt euch denn so gut an der CM?
M: Die Fahrradszene ist ziemlich bunt in München, es passiert einfach unglaublich viel.
K: Genau, und das ist ja auch das Schönste an der CM, da fahren einfach ganz unterschiedliche Leute mit: jung, alt, dick, dünn, mit E-bike oder ohne. Dann gibt es da noch die Leute mit ausgefalleneren Rädern, die sie auch „ausfahren wollen“. Ich finde, das macht den Charme aus.
M: Wir bilden einen Querschnitt der Gesellschaft und die Liebe zum Fahrrad verbindet vom Azubi bis zum Professor alle. Die Leute sind komplett unterschiedlich.

„Es ist jetzt nicht so eine Nerd-Veranstaltung.“

Kommt man mit den anderen Radfahrern ins Gespräch?

K: Es gibt selten solche Abende, an denen ich mich nicht unterhalte. 
M: Das Fahrradfahren ist halt super kommunikativ.
K: Und manchmal macht es auch ein bisschen Spaß, dass man dann mal ein paar Runden ums Siegestor fährt und die Autofahrer dann nicht durchkommen.
M: Nicht falsch verstehen. Es geht nicht darum, die Autofahrer zu ärgern. Manchmal ist es einfach ganz nett, wenn man auch selbst mal Vorrang hat. Sonst ist es ja meistens so, dass man sich immer dem Autoverkehr unterordnen muss, weil auch die Infrastruktur in München nicht passt. Da ist es auch ganz schön, einmal im Monat einen Abend zu haben, wo man dann sagt „Ok, du kannst jetzt hier so viel hupen, wie du willst und sauer sein, aber wir sind einfach 300 Leute und wir haben jetzt Vorrang!“ Das ist schon ein erheiterndes Gefühl.
K: Und man wird dann natürlich auch mehr gesehen. Anders, als alleine jemanden zu belehren, der einem die Vorfahrt genommen hat… Und man zeigt, dass wir keine kleine Randgruppe sind.

…Sondern eben auch Teil des Verkehrs.
K: Genau, wir zusammen bilden den Verkehr. Und wir hoffen natürlich, dass es mehr Leute werden, die Fahrrad fahren.
M: Und mehr Leute, die bei uns mitfahren. München hat halt leider keine Protestkultur. Wobei es auch keine Demo ist, die wir da machen. Es ist einfach nur völlig „spontan“, dass sich die Leute treffen, zusammen Fahrrad fahren und eine gute Zeit haben.
K: Man weiß ja auch nie, wer alles da ist oder was für Musik es gibt.
M: Das ist auch echt toll; wir haben immer Soundbikes dabei, das sind Lastenfahrräder, ausgestattet mit leistungsstarken Anlagen- und da gibt es immer gute musikalische Untermalung. Du kannst dir dann in diesem langen Zug auch aussuchen, wo deine Lieblingsmusik läuft. Gottseidank hatten wir bisher noch keinen Schlager dabei.

Also schon so eine Art Party auf Rädern, oder?
K: Absolut! Aber bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit.
M: Im Winter sind wir auch schon mal bei minus 25 Grad bei Schneegestöber mit 18 Mann durch die Stadt gefahren. Da hat dann auch die MVG gepostet „Jetzt wird ja keiner mehr mit dem Fahrrad unterwegs sein“ und dann haben wir halt ein Gruppenbild zurückgeschickt. Natürlich fahren wir noch Fahrrad, hallo? Es ist das schöne, jede CM hat irgendwie ihr besonderes Ding. Wir hatten mal eine mitten im Winter und ein Mädel hat mit uns ihren Junggesellenabschied gefeiert. Natürlich ist es auch toll, wenn wir dann so um die 300 sind, wie auf der letzten CM. Aber es ist eben nichts organisiert.
K: Manchmal fahren auch Leute mit Rollstuhl mit, also im Handbike oder auch mit dem Dreirad. Da hoffen wir auch, dass der Mix immer bunter wird. Das zeigt eine Vielfalt und trotzdem hat man ein gemeinsames Thema, für mich gibt’s nichts Schöneres. Hoffentlich werden wir immer mehr!
M: Das ist ja auch komisch in München, bei der Radlnacht, da haben wir ja wirklich die 10.000 Teilnehmer. Sobald eine Aktion von der Stadt offiziell organisiert ist, kommen die Leute. Wir machen ja eigentlich auch einmal im Monat eine kleine Radlnacht!

Apropos: Was sagt ihr denn zum (ehemaligen) Titel „Radlhauptstadt“?
K: Die Umsetzung der „Radlhauptstadt“ hat in München einfach nicht so geklappt. Wurd ja jetzt auch abgeschafft.
M: Leute, die das Fahrrad nur als Freizeitmittel nutzen, sagen ja auch, dass die Infrastruktur in München fürs Radfahren super geeignet ist. Klar, an der Isar entlangzufahren, macht ja auch Spaß. Aber die Leute, die täglich aufs Fahrrad angewiesen sind, wissen einfach, wo es hapert. Da ist die CM auch immer wie eine kleine Selbsthilfegruppe, man kann sich gegenseitig erzählen, was man im letzten Monat alles traumatisches erlebt hat und es entstehen immer tolle neue Projekte, genau wie zum Beispiel MunichWays.

„Wir sind außerdem die beste Singlebörse der Stadt. Fahrradfahrer haben schließlich die knackigsten Ärsche!“

M: Alle passen aufeinander auf, wenn du mal ne Panne hast, sind direkt ganz viele Fahrradmechaniker um dich herum, die dir helfen, du wirst dann auch nicht sitzengelassen.
K: Genau, wir fahren schließlich miteinander, nicht gegeneinander.
M: Den unheimlich krassen Charme der Sache macht eben dieses starke Gemeinschaftsgefühl aus.
K: Man fährt ja auch für etwas, nicht gegen etwas, das trägt auch nochmal dazu bei.

Warum gerade Fahrradfahren?
M: Das Auto hat auch seine Daseinsberechtigung, gerade im ländlichen Bereich. Dort haben wir nicht so ein Flächenproblem, wie in der Stadt. Aber mein Fokus liegt erstmal auf dem urbanen Bereich, hier können wir wirklich was ändern und müssen das auch. Das Fahrrad ist außerdem das billigste Fortbewegungsmittel. Autofahren ist sechsmal so teuer wie Radfahren. Ein Kilometer mit dem Auto verursacht Kosten in Höhe von 15 Cent, wohingegen jeder geradelte Kilometer der Gesellschaft sogar 16 Cent einbringt.
Du machst ja was Gutes für deinen Körper; der Mensch ist einfach nicht dafür gebaut, den ganzen Tag im Büro zu sitzen.
K: Ich weiß noch genau, wie ich gelernt habe Fahrrad zu fahren. Wieviel Spaß das gemacht hat, ich konnte mich selbstständig bewegen.
K: Alleine das Risiko, was man als Radfahrer darstellt, ist viel geringer als das, welches die Autofahrer bilden.
M: Geschwindigkeit ist auch gerade im städtischen Bereich ein riesen Thema. Es macht einfach einen Unterschied, ob du mit 50 km/h angefahren wirst, oder mit 30.
K: Aber immer als „Strampelnazi“ dargestellt zu werden, das lasse ich mir nicht mehr gefallen und außerdem sind wir inzwischen einfach zu viele, als dass wir uns in diese Ecke stellen lassen.

Konnte die CM München schon erste Erfolge erzielen?
K: Ich glaube, das ist ein Puzzlestück des großen Ganzen.
M: Die CM hat ja keine konkreten politischen Forderungen oder Ziele. Was die CM aber stark macht, ist, dass sich viele Leute untereinander vernetzen. Viele Mitglieder von Green City sind dabei, vom ADFC, Bikekitchen– die Leute lernen sich kennen und ganz tolle Sachen passieren.
K: Inzwischen auch schon international; egal wo man ist, man hat immer einen Anlaufpunkt bei der CM.
M: Genau, wenn deine alten Freunde dir auf die Nerven gehen, komm zur CM, du hast an dem Abend gleich neue. Weil alle gute Laune haben und open-minded sind.

Welche Problematiken sind für Radfahrer in München besonders auffallend?
K: Ich finde, die Sicherheit leidet. Im Straßenverkehr muss es sicher zugehen für alle beteiligten Teilnehmer- und das ist für Fahrradfahrer und teils für Fußgänger nicht immer gegeben. Das liegt aber nicht daran, dass die Münchner Fahrradfahrer so schlecht fahren, sondern weil die baulichen Gegebenheiten schlecht sind, viele Orte nicht intuitiv befahren werden können und die Qualität mehr als mangelhaft oder schlicht nicht vorhanden ist. Da hoppelt man hier wie auf einem Pony die Radwege lang, die schlecht gepflegt sind, an jeder Kreuzung muss man sich neu orientieren und überlegen, wie man von A nach B kommt. Das ist eigentlich eine Katastrophe, so bringt man ja niemanden aufs Rad.
M: Wir haben einfach einen Flächenkonflikt in der Stadt. Wir bekommen nicht mehr Verkehrsfläche, da müssen wir die gegebene Fläche einfach verkehrseffizient nutzen: mit öffentlichem Nahverkehr und Fußgängerverkehr, was auch sehr effizient ist von der Flächennutzung und natürlich das Fahrrad. Und da müssen wir, und vor allem der Autofahrer irgendwann mal kapieren, dass er Flächen abgeben muss. Wir haben riesige Straßen mit drei bis vier Spuren und daneben so einen 80 cm großen Radweg.

„Die Ellenbogen-Mentalität, die viele Münchner haben, ist halt ein riesen Problem.“

Die Leute kommen gestresst von der Arbeit, setzten sich in ihren Panzer-SUV. Wenn sie dann aus dem Auto aussteigen, setzt deren Gehirn wieder ein, hat man so das Gefühl. Wenn sie Radfahrer schneiden oder überholen, ist ihnen das als Autofahrer wohl egal!
K: Genau, im Auto sind sie ja „in ihrem privaten Raum“, aber genau das ist für mich das Problem; das ist kein privater Raum, das ist Raum der Öffentlichkeit- eigentlich.
M: In Deutschland haben wir einfach eine komisch anerzogene Autoliebe. Der Deutsche und sein Auto, das ist ja kaum zu trennen, dabei haben in der Innenstadt jetzt schon 50 Prozent der Haushalte kein eigenes Auto. Langsam ändert sich das zum Glück; auch durch die E-Bike Bewegung, vielen Leuten ermöglicht man so wieder mehr Mobilität.

In welches aktuelle radpolitische Thema (geplante Radhighways ins Münchner Umland, Erwirkung eines Rad-Gesetzes für Bayern nach Forderungen des ADFC (Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs), Durchsetzung des Radverkehrsprogrammes 2025 der bayerischen Staatsregierung) setzt ihr die größten Hoffnungen?
M: Das Radgesetz des ADFC. Dann gibt’s endlich eine gesetzliche Grundlage und dann kann sich auch die CSU im Stadtrat auf den Kopf stellen. Das wäre einfach eine richtig wichtige Grundlage.
Ich find jeden Kilometer sicheren Radwegs der neu gebaut wird, ist eine super Sache, aber wir haben in der Stadt so ein Flickenwerk, wir bräuchten hier ein zusammenhängendes Radnetz- man muss sich eben überlegen, wofür man sich als erstes einsetzt.
K: Da gibt es zum Beispiel die Leute von MunichWays, die so ein Radl-Vorrang-Netz entwickeln. Es geht darum, dass man nicht gleich die großen Highways baut, sondern überlegt, wo es Straßen gibt, die man teilweise auch schon mit relativ kleinen Veränderung so hinkriegen kann. Natürlich sollten die Radwege den Radlern wenigstens stellenweise Überholvorgänge unter sich zulassen, auch dann, wenn zum Beispiel eine Mutter neben ihrem Kind herfährt. Selbstredend, dass gerade Familien auf Fahrrädern ein durchgängiges Netz brauchen.
M: Als Radfahrer kann man auch nicht sicher und sinnvoll die Innenstadt queren, da muss auch was passieren.
Projekte, wie das Gärtnerplatzviertel autofrei zu kriegen oder die wirklich notwendige Fahrradinfrastruktur in der Briennerstraße, das sind super Ideen.
K: Ich kenne sogar Autofreaks, die Autos sammeln und selber sagen: Innenstadt autofrei!

Gibt es neue Ideen / Pläne für dieses Jahr? (z. B. die Kidical Mass, eine CM-Veranstaltung, die auf Familien mit Kindern ausgerichtet ist)
K: Wir haben halt verdammt viele Ideen. Das ist unser Problem, wir müssen schließlich nebenbei auch alle noch arbeiten gehen. Aber deswegen ist es ja gut, dass wir so viele Leute sind!

M: Bei der Kidical Mass sollen einfach viel mehr Familien mitfahren, damit Eltern mit Kindern auch sehen, wie cool das sein kann, gerade wenn man ein großer Verband ist. Es gibt ja auch Studien; je mehr Fahrradfahrer es sind, desto sicherer fährt jeder. Bei der Kidical Mass fahren die Kleinsten dann in dieser riesigen Gruppe, sind sichtbar in der Stadt, sind gesichert, es wird kein Autofahrer die Gruppe kreuzen können. Da werden die Kinder unheimlich viel Spaß haben.
K: Die Strecke ist dann natürlich angepasst, also vor allem kürzer. 

Die Wirkkraft der CM wird oft Infrage gestellt, da es keine offiziell feststehende Agenda / einheitliche Forderungen gibt. Soll und will die CM München also eher als Form der Öffentlichkeitsarbeit und des Aufrüttelns dienen und klarer organisierten Verbänden wie dem ADFC die politische Durchsetzungskraft überlassen?
M: An und für sich ist die CM ja ganz unpolitisch, aber natürlich gibt es Forderungen.
K: Und ursprünglich ist ja die Frage, wem der öffentliche Raum gehört, immer eine politische. Die Einschränkungen für Fahrradfahrer sind halt auch echt groß, für mich zu groß.
M: Da muss der politische Wille da sein, dem Autoverkehr gezielt Flächen wegzunehmen. Das ist ganz einfach möglich zum Beispiel beim ruhenden Verkehr. Ein Auto steht 94 Prozent der Zeit am Tag nur herum und wird nicht genutzt.

„Warum dürfen dann die Privat-PKWs, die keinen Mehrwert für die Gesellschaft bringen, den öffentlichen Raum blockieren?“

M: Und gerade auch in den Wohngebieten stehen die Autos ja manchmal fast zwei Wochen und werden dann einmal zum Großeinkauf genutzt. Da muss der Parkdruck einfach höher werden. Dass die Leute mal überlegen, ob eine andere Alternative nicht viel besser ist als das eigene Auto. So, dass die Autos wirklich auch aus der Stadt verschwinden. Der Bezirksausschuss in Neuhausen-Nymphenburg hat ja beschlossen, dass jedes Jahr 2 Prozent der Parkplätze zurückgebaut werden sollen. Gerade diese Flächen könnte man den Radfahrern geben! Auch die Konflikte, die zwischen Radfahrern und Fußgängern entstehen, erklären sich wieder durch das Flächenproblem; wenn der Radweg halt nur 50cm breit ist- wo sollen denn die Leute dann hin? Bestes Beispiel ist hier die Brienner Straße- da haben wir teilweise einen Weg, der sich auf 30 cm verengt…

K: Auch, weil es einfach unterschiedliche Fahrräder gibt- E-Bikes, Lastender, die manchmal ein bisschen breiter sind oder Räder mit Anhänger- und wenn ich den Leuten keinen Platz gebe, muss ich mich auch nicht wundern, wenn sie sich drängeln. Ich glaube, das Wichtigste ist einfach die Sicherheit und hierfür die baulichen Voraussetzungen.
M: Schlussendlich müssen sich alle Münchner entscheiden, in was für einer Stadt sie leben wollen.
K: Jeder der mitfährt, ist irgendwo ja auch Wähler.

Vielen Dank Euch für das Gespräch!

 

Also, schwing dich auf den Sattel und trete doch einfach mal wieder in die Pedale!

Alle Fotos: Max Wichmann

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Das Heft über „Wohnen trotz München“

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