Gute Sache, Leben

Empört euch! #bloggerfuerfluechtlinge

Sina Beckstein

Was haben ein Politik-, zwei Food- und eine Literaturbloggerin gemeinsam? Sie alle wollen ein Zeichen setzen – für eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen, gegen Rassismus und Fremdenhass.

Die Message ist klar: unabhängig davon, aus welchem Bereich oder Hintergrund jemand kommt, müssen sich alle zusammen gegen eine aufkeimende Ausgrenzungsmentalität stellen. Unter dem Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge und der dazugehörigen Internetseite rufen die Gründer der Initiative deswegen dazu auf, sich aktiv für Flüchtlinge einzusetzen. Und das kann jeder: mit seiner Stimme, mit seiner Spende oder mit seinem Engagement. Die Blogger wollen Teil des Aufstandes der Anständigen sein, wie ihn Anja Reschke in ihrem viel beachteten Kommentar im NDR forderte. Niemand solle mehr wegschauen, wenn wie in Heidenau die Hetzparolen, Steine, Flaschen und Böller fliegen, weil eine neue Unterbringung für Flüchtlinge geschaffen werden soll.

Wenn man also nicht der Meinung ist, dass alle Flüchtlinge Schmarotzer sind, die verjagt, verbrannt oder vergast werden sollten, dann sollte man das ganz deutlich kundtun: dagegen halten, Mund aufmachen, Haltung zeigen, öffentlich an den Pranger stellen“, fordert Anja Reschke. Und genau das haben die Blogger und ihre Unterstützer mit ihrem Mittel der Empörung vor. Ihre Beiträge in ihrem Medium, dem Internet, sollen eine breite Gegenöffentlichkeit zu den Ressentiments rechter Bewegungen bilden.

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Der aktuelle Spendenstand beläuft sich auf 15.000 Euro, die in kürzester Zeit zusammenkamen, und wird von Tag zu Tag mehr. Über die Plattform betterplace.org wollen die Blogger die Spenden auf unterschiedliche Projekte in ganz Deutschland verteilen, die dort auch transparent eingesehen werden können.

Bereits jetzt fruchtet die Initiative und es melden sich zahlreiche Blogger aller Couleur zu Wort. Und nicht nur die internetaffinen Menschen machen den Mund auf, wie die Bloggerin von mohrenpost.de in ihrem Video zeigt:

Jeder kann unter dem Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge seinen Beitrag leisten, der dann auch auf der Internetseite der Gründer veröffentlicht wird. Der Aufruf lautet: Empört euch!

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