Kultur, Kunst, Leben, Warum tust du das?

„Ganz einfach Bock!“ – Einige Fragen an Peter „Bulo“ Böhling

Am 23. Juni erscheint die erste Ausgabe von „Bock!“, dem neuen Gagazin von „Clap“-Gründer Peter Böhling, auch bekannt unter dem Namen BULO. Ein mit Spannung zu erwartendes Heft, fanden wir, und baten den selbsternannten Bestseller-Illustrator und Karikaturisten sogleich, uns ein paar Fragen zu beantworten – frei nach dem Motto: Warum tust du das?

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Woher kommt der Name deines Projekts? Und was bedeutet er?

Ich hatte Bock, ein Magazin zu entwickeln, auf das man Bock haben kann, und darum „Bock!“ ganz einfach „Bock!“ genannt. Der Name „Bock!“ bedeutet „Bock!“ … Ihr stellt aber auch seltsame Fragen.

Wenn es in diesem Fragebogen um das neue Karikatur-Magazin „Bock!“ gehen soll – spreche ich dann mit Bulo oder mit Basilius Bock?

Karikatur-Magazin? Ne, da liegt ganz offensichtlich ein Missverständnis vor! Bei „Bock!“ handelt es sich um ein Magazin für alle, die Lust auf geilen Scheiß haben. Sind zwar auch Illustrationen drin – vor allem aber viele knorke Fotos, dolle Dexte, was zum Ausmalen, Rausreißen und Zusammenbasteln. Basilius redet nicht so gern, drum hab ich als Gründer und Chefpraktikant hier mal für ihn geantwortet.

Warum hast du dich dafür entschieden, beim „Clap Magazin“ aus dem Tagesgeschäft auszusteigen und stattdessen „Bock!“ zu gründen?

Aus dem operativen Clap-Geschäft bin ich raus, weil ich nach zehn Jahren mal was anderes machen wollte. Danach ist sehr schnell „Bock!“ entstanden.

Wie lange arbeitest du schon an diesem Projekt?

Gedanklich schon ein, zwei Jahre. Tatsächlich aber erst seit Anfang 2016.

Was soll „Bock!“ auslösen?

Liebe, Leidenschaft, Begierde und hoffentlich die Wiederbelebung der alten Tugend, mal wieder Dinge zu tun, auf die du richtig Lust hast. Haste Bock, mach! Haste keinen, lass sein!

Was unterscheidet „Bock!“ von allem, was du bisher gemacht hast? Was ist einzigartig und neu daran?

In allem, was Bulo tut, steckt natürlich auch viel Bulo-typisches Augenzwinkern drin. Neu ist allerdings, dass ich mit Hilfe eines Finanziers – nennen wir ihn mal „Medienzar“ – die Möglichkeit habe, einfach mal kreativ „rumzuspinnen“ und zu experimentieren. So ist ein Magazin entstanden, das ein völlig neues Zeitschriften-Genre begründet: das Gagazin!

Warum ist München der richtige Ort, um ein „Gagazin“ auf den Weg zu bringen?

Mal abgesehen davon, dass ich hier seit 45 Jahren lebe und seit 20 Jahren arbeite, ist München einfach ein wundervolles Millionendorf. Gelebtes bayerisches Klischee, das für jeden Geschmack etwas bietet: Spießer, Ökos, Yuppies, Snobs, Proleten, Normalos, Gagas. Dazu so viel Kultur wie nirgendwo sonst in der Republik. Und noch ’ne schöne Mass im Biergarten – herrlich! Das regt die Phantasie an und ermöglicht Gagazin-Geschichten über herumliegende Schuhe, Parkdeppen, Zombie-Apokalypsen oder Galoschengeister.

Was liebst du an München?

Oh, scheiße! Das wär ’ne extra Frage gewesen?! Na ja, dann macht halt einfach Copy & Paste von oben. Oder lasst laufen. Oder wie auch immer …

Du bist ansonsten Branchen-Karikaturist. Was bedeutet das eigentlich?

Das wüsste ich auch gern! Müsst ihr die Kollegen vom Branchendienst turi2.de fragen. Die haben das irgendwann in die Welt gesetzt. Soll wohl heißen, dass ich der einzige Zeichner bin, der so intensiv die Kommunikationsbranche aufs Korn nimmt. Mir wär „Bestseller-Illustrator“, „Kult-Kreativling“, „Bock-Boss“ oder einfach „Der unvergleichliche Bulo“ allerdings viel lieber.

Wie würdest du deine Tätigkeit in drei Worten beschreiben?

Ich. Habe. Ideen.

Wer zeichnet oder schreibt außer dir noch für „Bock!“?

In der ersten Ausgabe sind prominente Gastautoren wie Berufslustikus Karl Dall, History-Senderchef Andreas Weinek oder „Bild“-Herausgeber Kai Diekmann dabei. Gezeichnet haben unter anderem der legendäre „MAD“-Illustrator I. Astalos, der langjährige Lach-und-Schießgesellschaft-Haus-und-Hof-Zeichner Lutz „Bubec“ Backes und der sensationelle Webcartoon-Macher Johannes „Beetlebum“ Kretzschmar.

Grenzt du „Bock!“ zeitlich ein (beim „Clap Magazin“ wolltest du ja ursprünglich nur 5 Ausgaben herausbringen) oder ist es als Dauer-Projekt konzipiert?

Nichts ist von Dauer, schon gar nicht in dieser eigenartigen Medienbranche. Aber ich bin guter Dinge, dass es ein paar mehr Ausgaben als diese eine geben wird.

Wo findet man dein Magazin?

Hoffentlich nicht im Altpapier …

Für mehr Infos und einen kleinen Vorgeschmack gehts hier zur Website von „Bock!“

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