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Rettet das Kino oder Kinofilme trotz Corona

Janna Lihl

Kino lässt sich mit nichts ersetzten. Wenn der Vorhang aufgeht, die Leinwand zu leuchten beginnt, du den schwarzen Raum um dich herum komplett vergisst und in den Film versinkst. Das ist nur im Kino möglich – einem Medium, das für die perfekte Filmerfahrung geschaffen wurde.

Leider mussten ab 17. März auch die Kinos in München, als eine der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, schließen. Und auch hier – wie in allen anderen kulturellen Bereichen – trifft es viele Menschen, die in der Filmbranche tätig sind, hart. Nicht nur Kinobetreiber*innen sowie Personal verdienen kein Geld, auch die ganze Filmindustrie ist betroffen. Vor allem kleine Filmbetriebe, Selbstständige im Bereich Film und Independentkinos kämpfen nun ums überleben.

Ich bin zwar noch immer eine harte Verfechterin des Kinos und der Meinung, dass Streaming einfach nicht das Gleiche ist, aber besondere Zeiten erfordern nun einmal besondere Anpassungen. Einige Filmverleihe haben die Kinopremiere von manchen Filmen z.B. ins Netz verlegt. Isadoras Kinder hat z.B., anstatt in der Astor Filmlounge des ARRI Kinos in München Premiere zu feiern, die Deutschlandpremiere auf Kino on Demand.

Filme streamen und gleichzeitig Lieblingskino unterstützen

Die Plattform Kino on Demand macht es möglich, Filme zu Hause zu sehen und gleichzeitig ein Kino deiner Wahl dabei zu unterstützen.

Der Filmverleih Grandfilm bietet seine Film nun anstatt in den Kinos, auf Vimeo on demand an. Alle Einnahmen werden dabei 50/50 zwischen den Kinos, die normalerweiße die Grandfilm-Filme beziehen, wie das Werktstattkino München, und dem Verleih aufgeteilt.

Kinowerbung schauen

Die Seite hilfdeinemkino.de unterstützt Kinos auf eine etwas andere Art: Anstatt dir Filme anzusehen, siehst du dir hier herkömmliche Werbespots an, um damit die Kinos deiner Wahl zu unterstützen. Du siehst dir also sozusagen ansatt Werbung im Kino zu sehen, diese zu Hause an und die Kinos erhalten genauso viel Geld dafür, wie als ob sie die Werbung auf ihrer Leinwand gezeigt hätten. Wer also Lust auf Werbung hat kann so helfen, auch wenn wir eigentlich immer in Kinos ohne Werbung gehen.

Spenden und Gutscheine

Außerdem gibt es dann noch die direkte Spende an unsere Lieblingskinos oder den Kauf von Kinogutscheinen, über die sich die Freunde (oder um ehrlich zu sein auch wir, wenn wir sie in einem halben Jahr irgendwo wieder finden) sehr freuen.

Auch das DOK.fest geht online

Das DOK.fest München wird dieses Jahr online stattfinden. Das 35. DOK.fest München vom 6. bis 17. Mai findet dieses Jahr unter dem Motto DOK.fest @ Home statt. Daniel Sponsel, der Festivalleiter meint dazu: „Für uns als Team ist die spannende Herausforderung, dass ein Onlinefestival mehr bieten muss als ein Streamingdienst. Wir sollten nicht nur Filme zur Verfügung stellen, sondern auch eine Programmstruktur und ein attraktives Rahmenprogramm, um somit ein virtuelles Festival-Feeling zu schaffen. Darum wird es gehen, das ist unsere Aufgabe.

Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht.

Beitragsbild: © Myke Simon/Unsplash

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