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Münchner Gesichter mit Theresa „Bi Män“ Bittermann

Anton Kästner

Die Clubs sind momentan zu, ein Problem ist damit aber nicht aus der Welt: eine oftmals von Sexismus geprägte Clubkultur. Theresa Bittermann ist davon überzeugt, dass es auch anders geht. Die Sozial- und Kulturanthropologin* legt selbst als DJ* Bi Män auf, zurzeit digital und auf Radio 80000 zum Beispiel, vor der Pandemie auch im Milla oder dem Harry Klein.

Gemeinsam mit anderen Münchner DJ*s und Kulturschaffenden hat sie sich zum WUT-Kollektiv zusammengeschlossen, „um gemeinsam Strategien gegen vorherrschende Machtasymmetrien und Sexismus zu entwickeln“. Zu dem Thema hat Theresa vor einem Monat auch einen Vortrag in der Glockenbachwerkstatt gehalten.

Außerdem hat sie* letztes Jahr das „F*AM Lab – Labor für feministische Forschung, Bildung und Praxis“ mitgegründet. Mit diesem planen sie im Rahmen des Weltfrauentags für den 13. März ein ganztägiges feministisches Online-Event mit Diskussionen, Musik und Performances unter dem Titel „Politik am Küchentisch: Egal wo wir sind – wir machen Politik!“. Für das Radio 80000 wird Theresa außerdem eine Sendung über feministische Musik organisieren und mit dem WUT-Kollektiv ist ein Kulturprogramm mit DJ-Livestreams aus dem Harry Klein geplant.  

Ausstellung und Diskussion

Auch das Stadtmuseum wird dieses Jahr eine Ausstellung mit dem Titel „Nachts. Clubkultur in München“ haben. Das WUT-Kollektiv wird auch Teil davon sein und Theresa hat für den Ausstellungskatalog einen Artikel darüber geschrieben, „wie queerfeministischer Widerstand im Münchner Nachtleben aussehen kann“. Ihr Talent für Öffentlichkeitsarbeit bringt sie* auch beim queer-lesbischen Zentrum – LeZ ein. Von der Grünen Jugend ist sie* außerdem eingeladen worden, in einer politischen Runde über Kulturpolitik während Corona zu sprechen.

Die Liste von Theresas Engagements ist also lang, man könnte sie auch noch fortführen. Für unseren Fragebogen hatte sie* aber zum Glück trotzdem Zeit:

Weißwurst oder Leberkas?

Für mich lieber ohne Schwein.

Woran arbeitest du gerade?

Weltfrauentag, DJ*-Sets und an Pandemie gerechten Veranstaltungskonzepten.

Worüber fluchst du am häufigsten in München?

Mietpreise, Ressentiments und Klassismus.

Und was läuft hier eigentlich doch ganz gut?

Protest – Kultur.

Dein bayerisches Lieblingssprichwort?

Alle, die Martha Haslbeck in der Münchner Kultserie „Die Hausmeisterin“ flucht.

Das macht dich zur Münchnerin:…

Die Geburt und: Ich sag manchmal „Eeeennnddsss“.

Geht immer: …

See, Tischtennis.

Wie feierst du, wenn Corona vorbei ist?

Wertschätzender, bewusster und Nachhaltig.

Dein Lieblings Instaaccount?

Der von AfroDiaspora 2.0

Wo war deine wildeste Partynacht?

Ich muss mich festlegen? Hui! Sorry not sorry, hier kommt ein Best out of 4: TAM TAM Sky Bar, Import Export, Folks!, Unterdeck.

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