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Mit dem PULS Open Air startet der Festivalsommer 2017 – und wir haben die ultimative Packliste für euch

Nur noch einmal schlafen und wir feiern mit dem PULS Open Air den Start in den Festivalsommer 2017! Damit ihr für das PULS und alle kommenden Festivals bestens gerüstet seid, haben wir für euch die besten Festival-Survival-Tipps aus der Redaktion zusammengetragen und die ultimative Packliste erstellt.

Wer kennt‘s? Ihr wollt an der Isar grillen, habt euch schnell noch beim Flaucher-Edeka einen Einweggrill und zwei Packungen Steaks gekauft, und da sitzt ihr dann. Auf euren Sweatshirts. Ohne Teller. Ohne Besteck. Das Steak mit kleinen Stöckchen wendend, über der Grill-Verpackung essend. Neiderfüllt wandert euer Blick zur Großfamilie nebenan, die von der Kühltasche über den vorbereiteten Nudelsalat bis zu den Lampions in den Bäumen an absolut alles gedacht hat, was das gemeinsame Grillen perfekt macht. „Nächstes Mal bereiten wir das auch richtig vor!“, denkt ihr euch. Und vergesst dann doch wieder das Besteck.

Unvorbereitet Campen ist dasselbe, nur schlimmer. Der Mangel an Komfort ist dann nämlich kein Luxusproblem mehr, sondern beeinflusst -über mehrere Tage andauernd- nicht nur deinen kompletten Eindruck vom Festival, sondern natürlich auch deine körperliche Gesundheit. Also aufgepasst, denn ihr kommt die ultimative Packliste!

 

1. Essentials

  • DAS TICKET! Und zwar griffbereit.
  • Wurfzelt mit (am besten Zahlen-)Schloss, Schlafsack, Isomatte, kleines Kissen. Damit bist du nachts schon einmal versorgt. Einer aus eurer Gruppe sollte außerdem einen Gummihammer dabei haben, um die Heringe in den Boden zu schlagen.
  • Pavillon! Absolut notwendig, denn irgendwo muss man ja sitzen, wenn man nicht gerade schläft oder tanzt. Und beim Campen ist man nun einmal unter freiem Himmel, von dem schlimmstenfalls auch Regen fallen kann. Passt zwar nicht zu der Traumvorstellung von südkalifornischen Coachella-Wetter, ist aber so. Wenn ihr also bei Regen nicht paarweise in euren Zelten kauern oder euch auf die Pavillons der Nachbarn verteilen wollt, legt zusammen und kauft euch einen eigenen! Pavillons gibts nämlich schon ab 15 Euro. Bei dem Preis tut es auch niemandem weh, wenn der am Ende des Festivals vom Winde verweht und zerstört irgendwo am anderen Ende des Campingplatzes liegt (aber cool ist das natürlich nicht, nehmt euren Müll mal schön wieder mit nach Hause!). Wahre Profis investieren natürlich ein bisschen mehr, dann hat euer Pavillon auch Wände (bei Sturm sinnvoll) und euer nachhaltiges Gewissen läuft nicht Amok. Wer schon einmal auf einem Festival war, weiß wie sehr ein Campingplatz beim Verlassen einer Müllhalde ähneln kann, mit all den zurückgelassenen kaputten Pavillon und Zelten.
  • Ein eigener Campingstuhl! Du willst schließlich nicht die Person sein, die ständig die Plätze der anderen belegt. Wichtig: Campingstühle immer ins Vorzelt werfen und abschließen, wenn ihr Richtung Festivalgelände aufbrecht.
  • Panzertape, Panzertape, Panzertape. Um Löcher und Risse im Zelt zu flicken, um Pavillon-Stecksysteme zu verstärken und Gewitter-sicher zu machen, um Sonnenschutztücher und witzige Schilder an euren Pavillon zu kleben, um daraus praktische Umhängegurte für Tetrapacks zu basteln.. Panzertape ist einfach ein absolutes Muss.

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2. Für das körperliche Wohl – auch irgendwie essentiell:

  • Essen. Das mit dem Festivalessen ist so eine Sache. Da gibt es keine Optimallösung, am Ende ist es immer zu wenig, zu ungesund, zu unausgeglichen. Versucht trotzdem, so gut es geht auf eine einigermaßen ausgewogene Ernährung zu achten. Am besten achtet ihr die Woche vor dem Festival schon ganz bewusst auf eure Ernährung und füllt vorsorglich die Vorräte in eurem Körper auf.  Auf Obst solltet ihr nicht verzichten. Statt Bananen, Äpfel und Co. in den Rucksack zu quetschen, könnt ihr euch auch einfach alles zuhause zu einem großen Smoothie pürieren und in einen leeren Tetrapack füllen. Schon ist der Vitaminhaushalt gedeckt. Eine Packung Studentenfutter für die Mineralien – nicht zu salzig, die Sonne, Alkohol oder andere Substanzen dehydrieren euch schon genug. Powerriegel oder Traubenzucker für den kleinen Energieschub zwischendurch. Softbrötchen gehen immer, außerdem sind sie relativ unzerstörbar und können im Gepäck gequetscht werden. Geht außerdem immer: Brezen, Reiswaffeln, Dosenravioli (schmecken auch kalt nicht, Hauptsache ihr vergesst den Dosenöffner nicht), Salamisnacks. Ein großes Glas Nutella pro Gruppe. Statt 20 einzelnen Fünf-Minuten-Terrinen lieber einmal groß und gemeinschaftlich Spaghetti für die ganze Runde kochen, ist gesünder als dieses Instant-Zeug und ihr müsst weniger schleppen.  Beim Essen ist Teamwork gefragt. Sprecht auch ab, teilt euch ein, klärt, wer einen Campingkocher hat und ob dieser zugelassen ist. Camping-FAQs auf der Veranstaltungshomepage beachten!
  • Armeebesteck, Plastikteller, Töpfe. Ja, abwaschen ist ätzend. Pappmüll ist noch ätzender.
  • GENUG. WASSER. Am besten nehmt ihr einen leeren 5l-Kanister mit, den ihr bei den Toiletten auffüllen könnt.
  •  Sonnencreme, Mückenspray, Desinfektionsmittel, Klopapier, Zewafeuchte Abschminktücher, Mittel gegen Heuschnupfen
  • Ibuprofen (Obacht in Kombi mit Alkohol), Aspirin, Magnesium, Rennie, Pflaster und Blasenpflaster

 

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3. Klamotten

Das perfekte Festivaloutfit habt ihr euch bestimmt schon Wochen zuvor im Kopf zurechtgelegt – um dann am Ende doch wieder vier Tage lang in denselben Klamotten rumzulaufen. Deshalb gibts hier keine Styling-Tipps, sondern einige praktische Sachen, die auf jeden fall nicht fehlen sollten.

  • ausgelatschte Turnschuhe oder welche, die kaputt gehen oder zumindest schmutzig werden dürfen. Sollten allerdings noch nicht zu ausgelatscht sein, am Ende gehen sie euch noch auf dem Festival kaputt und ihr steht barfuß da.
  • Badelatschen für den Campingplatz. Ins Zelt rein, wieder raus, wieder rein. Wer weder im Dreck schlafen, noch ständig seine Schuhe an- und ausziehen will, sollte sich Badelatschen mitnehmen. Barfuß auf dem Campingplatz herumlaufen? Nicht empfehlenswert.
  • Dickes Fleece-Karohemd. Tagsüber stylisch um die Hüfte gebunden, nachts auf dem Rückweg vom Festivalgelände kuschelig und warm wie eine Jacke.
  • Wasserabweisendes, zusammenfaltbares Regencape, bestenfalls auch noch Gummistiefel. 
  • Kopfbedeckung! Baseballcap, Strohhut, ganz egal. Wenn ihr ein Tuch nehmt, könnt ihr das zwischendurch nass machen, um euch abzukühlen. Wer einen Hitzschlag will, wählt die Pferdekopfmaske.

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4. Wo bleibt der Spaß?

  • Edding. Zum Schilder basteln, Eigentum beschriften und Leute anmalen.
  • Powerbank für das Handy, am besten einmal ordentlich investieren und eins mit mehreren Aufladungen kaufen.
  • Taschenlampe oder besser: eine LED-Campinglaterne
  • Festival-App/ausgedruckten Geländeplan/ausgedrucktes Line-Up, damit ihr immer wisst, wer wann wo spielt. Psst: Wer am PULS Open Air 2017 coole neue Bands entdecken will, kann sich hier schon einmal unsere Geheimtipps durchlesen.
  • Einwegkameras en masse mit dem Hinweis, dass jeder aus der Runde sie nehmen und drauf los fotografieren darf. So entstehen die besten und lustigsten Fotos. Am besten schreibt ihr euren Namen auf eure Kameras, damit sie am Ende wieder zu euch zurückfinden. Gibt es z.B. für 4 Euro bei DM.
  • Tücher. Tücher mit schönen Mustern sorgen nicht nur für Festivalstimmung, sondern sind auch vielseitig einsetzbar. Als Turban auf dem Kopf, als Schal oder zum über die Schultern legen, zum darauf liegen oder als Sonnenschutz am Pavillon hängend. Funktioniert außerdem gut als Wegweiser: So erkennt ihr euer Camp schnell wieder!
  • Statt mit Konfetti das Gelände zu verschmutzen: Seifenblasenpistolen! Ich verstehe zwar nicht, was daran Spaß machen soll, aber es sieht immer wieder schön aus, wenn es jemand anderes macht.
  • Hula Hoops! Von wegen nur für Kinder, kramt eure Reifen wieder aus den Kellern! Hula Hoop ist nicht nur zu Psy-Trace mega chillig-flowig, es macht zu jeder Musik Spaß und ist eine lustige Beschäftigung für das Campinggelände. Na, wer hat die beste Choreografie?

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Beitragsbild: Rob Bye via Unsplash

Giulia Gangl

"Überladung mit überflüssigen Fremdwörtern,
ausgiebige Verwendung von Modewörtern.
Die grauenhafte Unsitte, sich mit Klammern (als könnte mans vor Einfällen gar nicht aushalten) und Gedankenstrichen dauernd selber - bevor es ein anderer tut - zu unterbrechen, und so (beiläufig) andere Leute zu kopieren und dem Leser - mag er sich doch daran gewöhnen! - die größte Qual zu breiten.
Aufplustern der einfachsten Gedanken zu einer wunderkindhaften und verquollenen Form."
(Kurt Tucholsky)

Ups.
Giulia Gangl
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