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Rausch, Randale, Rosenschießen: Volker Derlath zeigt uns, wie die Wiesn in den 80ern wirklich war

Einmal im Jahr heißt es in München bekanntlich „Ozapft is“. Für das Oktoberfest strömen die Menschen zahlreich auf die Theresienwiese (wenn sie sie finden und nicht in der Theresienstraße landen), um teures Bier aus großen Krügen zu trinken und einmal den „original Bavarian Lifestyle“ zu genießen. Was da auf jeden Fall dazugehört? Das passende Outfit: Lederhosen, Dirndl, Seppelhut, Blumenkranz – der Weg in Richtung Trachtenfasching ist schon längst gegangen. Was dem Kölner sein Karneval, das dem Münchner heute sein Oktoberfest (bzw. vor allem den ganzen Zugroasten und Touristen, aber das ist auch eine andere Geschichte). 

Exzess ganz ohne Trachtenfasching

„Früher war das alles noch nicht so“, hört man hier oft genug, und „Dieser Trachtenwahnsinn ist eine ganz neue Modeerscheinung, in den Neunzigern hätten sie uns für solche Outfits verschlagen!“. Dass das mit dem Dresscode damals wirklich so war, hat der Fotograf Volker Derlath schon damals festgehalten. Als er in den Achtzigern nach München kam, war er mit der Kamera auf dem Oktoberfest und hat das Treiben dort dokumentiert.

Seine Fotografien sind heute unter anderem auch im Münchner Stadtmuseum ausgestellt. Die Fotos zeigen die Wiesn, wie sie in den Achtzigern war: Weniger Trachten, weniger Security, weniger Tourismus. Aber abgesehen davon genau wie heute eine Menge Exzess, Menschen, die über die Stränge schlagen und die Abkehr vom guten Geschmack.

Fotos wurden uns zur Verfügung gestellt von: © Volker Derlath

Sophia Hösi

Obligatorische Redaktionsschwäbin (wir sind überall)
Wahlmünchnerin seit 2013, zu finden irgendwo zwischen Ostbahnhof und Sendlinger Tor, wahrscheinlich an der Isar.
Sophia Hösi
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