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Warum Wohnen in Städten (fast) unbezahlbar ist – Diskutiere mit uns beim Filmstart von PUSH am 6. Juni

Öffne wg-gesucht.de. Suche: WG-Zimmer in München.

Milbertshofen, zwölf Quadratmeter, 680 Euro warm. Trudering, dreizehn Quadratmeter, 700 Euro warm. Thalkirchen/Obersendling, dreizehn Quadratmeter, 700 Euro warm. Schwabing, zehn Quadratmeter, 700 Euro warm. Schwabing-West, 26 Quadratmeter, 1000 Euro warm.

Schließe wg-gesucht.de.

So oder so ähnlich ist es dir schon ergangen? Oder deiner Schwester, deinem Bruder, engen Freunden, entfernten Bekannten? Ob WG-Zimmer oder Wohnung: Fast jede*r Münchner*in kann ein Lied von der verzweifelten Suche singen. Herunterbrechen lässt sich das Ganze auf „zu wenig Wohnraum für viel zu viel Geld“. Das ist ein Problem – nicht nur in großen deutschen Städten, sondern auf der ganzen Welt. Damit setzt sich der Dokumentarfilm „PUSH – Für das Grundrecht auf Wohnen“ auseinander.

Die Mieten steigen, das Einkommen nicht

Laut Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sollten sich Studierende keinen Kopf wegen steigender Mieten machen, denn „man muss ja nicht in die teuersten Städte gehen“. Problem gelöst. Danke, liebe Frau Karliczek.

Wir hätten da noch Fragen. Einige. Was ist zum Beispiel mit Polizist*innen, Krankenpflegenden und Feuerwehrleuten? Sie sind unabdingbar für eine sichere und funktionierende Stadt. Aber auch sie können sich Mieten kaum mehr leisten. Denn die Preise steigen, das Einkommen jedoch bleibt gleich. So aber darf es nicht sein. Längst kann nicht mehr von Gentrifizierung gesprochen werden. Wohnungen sind zu Kapital und Geldanlage geworden.

Jeder Mensch hat ein Recht auf Wohnen

„Ich glaube es gibt einen riesen Unterschied zwischen Wohnen als Handelsware und Gold als Handelsware. Gold ist kein Menschenrecht, Wohnen schon„, sagt Leilani Farha, UN-Sonderberichtserstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen.

Unter der Regie von Fredrik Gertten (Bananas!* / Cars vs Bikes) begleitet sie der Dokumentarfilm auf der Suche nach Antworten auf die Fragen: Wer wird aus der Stadt gepusht? Und warum?

Der Dokumentarfilm „PUSH“ begleitet UN-Sonderberichtserstatterin Leilani Farha.

Mehr als Kino und Popcorn

Antworten gibt es ab dem 6. Juni. Dann startet der Film bundesweit. Wenn du nicht nur wissen willst, was global passiert, sondern was in München passieren kann/muss, damit wir unsere Mieten bezahlen können, schau bei der Filmpräsentation im Monopol Kino München vorbei.

Hier bietet dir MUCBOOK zusammen mit PUSH – der Film, Ausspekuliert – für bezahlbaren Wohnrraum und gegen soziale Ausgrenzung, Mindjazz Pictures und dem Monopol Kino die Möglichkeit, Teil einer spannenden Diskussion zu sein. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem, was die Politik tun kann, damit das Recht auf Wohnen in München garantiert ist. Außerdem geht es darum, wie man einheimische Immobilienunternehmen vor weltweiten Investmentfirmen schützen kann. Anwesend sein werden unter anderen Grisi Ganzer (Goldgrund, Bellevue di Monaco) und Christiane Thalgott (ehemalige Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München, Architektin, Stadtplanerin und Baubeamtin).

Ganz gleich ob du Fragen hast, zuhören oder etwas zur Diskussion beitragen möchtest – danach weißt du, was vor und mit deiner (gemieteten) Wohnungstür passiert.


In aller Kürze

Was? Präsentation des Films PUSH mit anschließender Podiumsdiskussion

Wann? Donnerstag, 6. Juni, 20:30 bis 22:30 Uhr

Wo? Monopol Kino München, Schleißheimerstraße 127, 80707 München

Wie viel? Tickets gibt es für 9,50 Euro hier oder an der Kinokasse.


Fotos:  ©  Mindjazz Pictures

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