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Hidden Places: Der Kiosk an der Reichenbachbrücke

Jonas Haesner

Jonas Haesner

Ich halte die Augen offen und versuche mit Fotos meine Sicht der Welt einzufangen.
Jonas Haesner

In den nächsten Monaten wird es eine neue Fotokolumne hier auf Mucbook geben. Unter dem Titel „Hidden Places“ werde ich regelmäßig Orte vorstellen, die Münchnern zwar bekannt sind. Jedoch werde ich die Orte aus einem Blickwinkel zeigen, den du normalerweise nie zu Gesicht bekommst.

Als ersten Hidden Place habe ich den Kiosk an der Reichenbachbrücke besucht.

Wie schaut eigentlich der Reichenbach-Kiosk von innen aus?

Jeder kennt es: Am Wochenende an der Isar liegen und sich sonnen, davor schnell zum Kiosk gehen und sich noch eine Spezi oder ein Bier holen. Klar, der Blick auf das kleine Häuschen mit dem kleinen Verkaufsfenster, das zu jeder Tages- und Nachtzeit geöffnet hat, den kennt jeder. Aber was ist eigentlich dahinter? Wenn man ein Bier bestellt, flitzt einer der Mitarbeiter nach hinten und kommt wenige Sekunden mit der gewünschten, kühlen Flasche wieder.

Doch wohin flitzt er?

Ich bin dieser Frage nachgegangen und habe mir den Kiosk mal von innen angeschaut. Hier findet man vor allem eines, Überraschung: Bier. In den kleinen Räumen im Inneren reihen sich die verschiedenen Biere Flasche an Flasche, Kühlschrank an Kühlschrank.

Um im Kiosk von den Verkaufsräumen bis in den hintersten Raum zu kommen, muss man sich an vielen kleinen Ecken vorbei drücken, denn überall stapeln sich die Kisten.Dort angekommen, findet man einen riesigen Kühlschrank, der knapp eine gesamte Palette Augustiner aufnehmen kann. Auch gibt es eine kleine Küche, in der Sandwiches zubereitet werden.

Und in einem der Verkaufsräume hängt ein riesiger, bunter Kronleuchter, der einem eigenartigerweise nie auffällt.

Der Blick hinter die Kulissen:

Der Kiosk bietet eine große Auswahl an internationalen Biersorten, die man alle auch in den Kühlschränken findet:

Im hintersten Raum befindet sich der große Bierkühlschrank. Er dient der Vorkühlung der Flaschen, die dann in die vorderen Kühlschränke im Verkaufsraum geräumt werden.

Der Kiosk hält auch was für die Hungrigen unter uns bereit und man findet verschiedenste Chips-Sorten und eine Küche für warme Snacks.

Außerdem allerlei Kuriositäten: Anscheinend wurde mal geplant, einen Wäscheservice einzuführen. Das Plakat war schon gedruckt, aber umgesetzt wurde es nie.

In ganz München bin ich auf der Suche nach Hidden Places. Überall gibt es Orte, an denen man täglich vorbei geht, aber die man nie von innen sieht. Kennst du so einen Ort? Schreibt mir in die Kommentare, bei welchen Orten ihr gerne mal hinter die Kulissen schauen wollt und ich werde versuchen sie vorzustellen.

Immer noch durstig? Solltest du wissen wollen, wo man sonst noch Kioske in München findet, schau mal hier vorbei.


Fotos: © Jonas Haesner

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