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Hidden Places: Ein Ausflug in die Dschungelwelt des Tierparks Hellabrunn

Jonas Haesner

Ich halte die Augen offen und versuche mit Fotos meine Sicht der Welt einzufangen.
Jonas Haesner

Unter dem Titel „Hidden Places“ stelle ich einmal im Monat Orte vor, die in München zwar bekannt sind, aber irgendwie auch nicht. Ich werde die Orte aus einem Blickwinkel zeigen, den du normalerweise nie zu Gesicht bekommst.

Diesmal bin ich in den Tierpark Hellabrunn gegangen, um dort nach Hidden Places zu suchen. Fündig wurde ich in der Dschungelwelt. Dort gibt es eine Höhle, von der kaum jemand weiß.

Der Tierpark – der Traum aller Kinder

Im Tierpark waren hoffentlich die meisten von uns schon einmal. Ich bin in München aufgewachsen und wurde, spätestens als ich halbwegs fähig war aus dem Kinderwagen herauszugucken, in den Tierpark Hellabrunn gebracht. Mit ihm verbinde ich also eine lange Geschichte und kenne mich inzwischen recht gut dort aus. Ich bin auf Kamelen geritten, habe Affen beim herumspielen beobachten und habe natürlich auch damals die beiden süßen Eisbär-Babys besucht (Awww).

Nun habe ich mir aber gedacht, dass bei einem Tierpark einiges hinter den Kulissen passieren muss. Perfekt also für meine Hidden Places:

Die Höhle in der Dschungelwelt

Ganz bis zu einer Arztbehandlung eines Elefanten hat man mich leider nicht gehen lassen. Ich konnte aber einen spannenden Raum in der Dschungelwelt besuchen, der für einige interessante Tätigkeiten verwendet wird.

Es gibt dort eine Art Höhle, die in die Dschungel-Landschaft integriert ist. Der Eingang – nur durch ein schnödes Verbotsschild markiert – ist fast nicht zu sehen, so zu gewuchert ist er von den Dschungelpflanzen. In der Höhle findet man einen großen Tisch, der aussieht wie ein Seziertisch, und viele Terrarien voller Nattern, Vogelspinnen, Pythons, Stabheuschrecken oder hochgiftigen Fröschen.

Doch was passiert hier?

Dieser Raum wird vollständig von den Auszubildenden Tierpflegern betreut, die hier lernen mit Reptilien umzugehen. Auch werden dort die Reptilien-Prüfungen durchgeführt. Nebenbei werden hier die Vogelspinnen auch so gezähmt, dass man sie ohne Gefahr in die Hand nehmen kann.

Die Feuerwehr ist auch ab und zu in der Höhle zu finden. Wenn es Ausbrüche von privat gehaltenen Schlangen oder anderen gefährlichen Reptilien gibt, wird in der Regel die Feuerwehr gerufen. Die wird hier in der Höhle darauf vorbereitet, die ausgebüxten Tiere wieder einzufangen – mit ungefährlichen, aber trotzdem sehr schnellen Nattern.

Kaum zu finden – Hinein in die Höhle

Am Ende durfte ich dann noch kurz einen Blick in die Werkstätten des Tierparks werfen. Die meisten Gehege-Teile, Hindernisse und was man sonst noch so braucht, werden nämlich direkt im Tierpark selbst hergestellt.

Der Weg zu den Werkstätten führte auch vorbei am wahrscheinlich größten Misthaufen der Stadt – klar, auch Tiere müssen aufs Klo…

 

In ganz München bin ich auf der Suche nach Hidden Places

Überall gibt es Orte, an denen man täglich vorbeigeht, aber die man nie von innen sieht.

Kennst du so einen Ort? Schreib mir in die Kommentare, bei welchen Orten du gerne mal hinter die Kulissen schauen willst und ich werde versuchen, sie vorzustellen.

Du willst wissen was ich morgens nach einer durchfeierten Nacht alles in den leeren Clubs der Stadt gefunden habe? Hidden Places: Was bleibt am Morgen nach einer durchfeierten Nacht?


Fotos: ©Jonas Haesner

1Comment
  • Stephan Kramer
    Posted at 19:52h, 31 Januar

    Super Jonas, vielen Dank!

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