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#makingofMUCBOOK – Hinter den Kulissen beim Fotoshooting

Freitagmorgen, 8 Uhr. Wir haben eben am Sendlinger Tor noch unsere Chefredakteurin, die liebe Melanie, getroffen und laufen nun, vollbeladen mit Kleidersäcken, zum Fotostudio unseres Fotografen Denis Pernath im Glockenbachviertel. Der (ausnahmsweise genehmigte) Kaffee To Go in der Hand drückt zwar aufs Gewissen, man fühlt sich damit aber doch auch sehr „busy“ –  model life halt.

Modestrecke ganz in weiß

Unsere Aufgabe wird es heute sein, die Modestrecke für das neue MUCBOOK zu shooten. Denn im neuen MUCBOOK, bei dem sich ja alles um das Thema Design dreht, darf Mode natürlich nicht fehlen. Der unter Designern weit verbreiteten „Angst vor dem weißen Blatt Papier“ zum Trotz wird die Modestrecke komplett in weiß gehalten –  also wirklich komplett in weiß.

So komplett, dass sogar unsere Haut unter einem weißen Morphsuit versteckt wird und unsere Gesichter zusätzlich noch einmal von einer weißen Maske. Unsere? Yessss, wir sind heute mittendrin statt nur dabei und stehen höchstpersönlich vor der Linse! Obwohl man davon dank den eben erwähnten Morphsuits und Masken natürlich nichts sieht, sind wir sehr aufgeregt.

Und los geht’s!

Schon nach den ersten Sekunden im Morphsuit frage ich mich, wie Menschen bitte an Fasching den ganzen Tag damit herumlaufen können. Die Wimpern und Nase drücken gegen den Stoff über dem Gesicht, atmen geht so naja, sehen auch so naja. Wir finden trotzdem in die Klamotten, die Julia und Stylist Patrick für die Strecke ausgesucht haben.

Die Zeit vergeht wie im Flug.

Wir wechseln von Outfit zu Outfit, experimentieren mit Posen und Maleranzügen. Plötzlich heißt es von Seiten unseres Art Directors Christian: „Wir haben das Cover“. Wie, wo, was, Cover? Wer schon das ein oder andere MUCBOOK mitgemacht hat, weiß, wie oft in der letzten Minute doch wieder alles umgestürzt und geändert wird. Deswegen konnten wir das ganze auch erst dann glauben, als wir die druckfrischen Test-Exemplare in unseren Händen hielten.

Vor meinen inneren Auge sehe ich schon mich und meinen Freund, wie wir unseren Enkelkindern ein verblichenes MUCBOOK aus der dann schon lange vergangenen Print-Ära zeigen und mit Tränen in den Augen rufen „Das sind wir! Ja, das sind wir! Man erkennt uns zwar nicht und es könnte auch jeder sein, aber DAS SIND WIR!“

 

 

Giulia Gangl
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