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Neu in Haidhausen: Vietnamesisch schlemmen im Saigon Deli

Wer auf der Suche nach traditioneller vietnamesischer Hausmannskost ist, der muss keine lange Reise nach Saigon antreten – es reicht schon der Sprung über die Isar! Nämlich nach Haidhausen, genauer gesagt, in das neu eröffnete Saigon Deli.


Betritt man das Restaurant, findet man sich in einem exotischem Traum von Süd-Ost-Asien wieder. Über dem Tresen der selbstgebauten Bar aus alten Holzbalken reihen sich statt Schnapsflaschen die Hoisin- und Soja-Soßen. Als Lampen dienen selbstgebastelte Lampions, die an Kong-Ming-Laternen erinnern; Laternen, die im asiatischen Raum wie kleine Heißluftballons in den Himmel geschickt werden und angeblich Wünsche erfüllen sollen.


Der Großteil der Einrichtung wurde eigens aus Vietnam importiert, der Rest in liebevoller Handarbeit selbst zusammengebaut und -gebastelt. Wohin man blickt, entdeckt man neue Details. Die Platzwahl fällt schwer. Klassisch am Tisch, auf kleinen Höckerchen an alten Holzischen oder unter Hängepflanzen an der Tafel in der Mitte?

Für die Mittagspause im Freien oder für laue Sommerabende stehen draußen noch weitere Tische bereit. Übrigens: In der Breisacher Straße kannst du bis Sonnenuntergang die letzten Sonnenstrahlen genießen.

Wir entscheiden uns für einen der gefliesten Kaffeetische, nehmen in den Korbstühlen Platz und fühlen uns direkt wie auf einer Veranda irgendwo in Saigon.

Vietnamesische Hausmannskost im Saigon Deli

Nun aber zum Wichtigstem, dem Essen! Den Anfang machen Tom Cun (7,90 Euro), gebackene Walnuss-Garnelen mit Chiliflocken und Majonäse, deren Geruch einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Dazu Goi Du Du (9,90 Euro), ein fruchtig-scharfer Salat aus Payastreifen, Kräutern und Röstzwiebeln, getoppt mit Garnelen und einem würzigem Krabbenchip. Und natürlich dürfen die obligatorischen Sommerrollen Goi Coun (6,90 Euro) nicht fehlen.

Die Vorspeisen sind dem Preis angemessen groß, können super geteilt werden und begeistern uns gleich nach den ersten Bissen restlos. Ein Leben ohne Tom Cun? Von nun an nicht mehr vorstellbar. Dringende Empfehlung!


Wie lässt es sich besser in den Hauptgang starten, als mit der Frage, ob es denn eigentlich noch besser werden kann? Es folgen auf Empfehlung des Hauses Bo Chua Ngot (14,90 Euro), herrlich knuspriges Rindfleisch mit Zwiebeln, Knoblauch, getrockneten Chilis, Brokkoli und Reis. Außerdem Bun Chay (15,90 Euro), eine vegane Reisnudelschale mit frischem Salat, Kräutern, Gurken, roten Zwiebeln, eingelegtem Rettich und Karotte, getoppt mit Erdnüssen, Röstzwiebeln und Tofu.

Und wir wurden nicht enttäuscht! Neben Brokkoli fanden sich im Bo Chua Ngot sogar noch grüne Spargelspitzen.


Wahren Fans der vietnamesischen Küche in München dürfte eine Sache sofort auffallen: Das Saigon Deli zeichnet sich neben seinem unglaublich traumhaften Essen außerdem durch die wunderschöne Einrichtung aus! Das erinnert doch an… Richtig! So viel Liebe zum Detail kennen wir aus dem Chi Thu. Und tatsächlich steckt auch hinter dem Saigon Deli die Familie von Anh Thu – Das Anh Thu haben wir selbstverständlich auch schon getestet.

Im Gegensatz zum Chi Thu gibt es im Saigon Deli Service am Tisch (den wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich loben wollen!) und mehr traditionelle Hausmannskost auf der Karte.

Fazit:

Mit dem Saigon Deli gibt es in Haidhausen definitiv einen neuen Hotspot für leckeres vietnamesisches Essen, den wir in Zukunft unbedingt öfters aufsuchen werden! Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal.


Infos in aller Kürze:
Was? Saigon Deli
Wo? Breisacher Str. 18 (Ostbahnhof)
Öffnungszeiten? Montags geschlossen, sonst täglich von 11:30-14:30 Uhr und 18:00-23:30 Uhr


Fotos: Giulia Gangl

Giulia Gangl

"Überladung mit überflüssigen Fremdwörtern,
ausgiebige Verwendung von Modewörtern.
Die grauenhafte Unsitte, sich mit Klammern (als könnte mans vor Einfällen gar nicht aushalten) und Gedankenstrichen dauernd selber - bevor es ein anderer tut - zu unterbrechen, und so (beiläufig) andere Leute zu kopieren und dem Leser - mag er sich doch daran gewöhnen! - die größte Qual zu breiten.
Aufplustern der einfachsten Gedanken zu einer wunderkindhaften und verquollenen Form."
(Kurt Tucholsky)

Ups.
Giulia Gangl
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