Nach(t)kritik
Chico Trujillo Konzert im Ampere – hier blieb kein T-Shirt trocken
von in

Der Rhythmus wurde immer schneller, die Tanzmoves immer wilder und die Luft im Raum immer heißer – das Chico Trujillo Konzert im Ampere sorgte für Begeisterung und schweißnasse Kleidung!

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03. August 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Geniale Dilletanten oder: Als das Nichtkönnen produktiv wurde
von in Kultur, Leben

Mit der Ausstellung „Geniale Dilletanten“ zeigt das Haus der Kunst in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut gerade einen Einblick in die deutsche Subkultur der 80er Jahre.

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22. Juli 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Passenger beschließt das Tollwood Finale in der Musik-Arena
von in Kultur

„Tonight, there’ll be moments when I’ll make you feel absolutely miserable. And there’ll be times when I need your help to make some noise!“ Auf ein bisschen Herzschmerz muss man sich schon einlassen, wenn man den Abend auf einem Passenger Konzert verbringen möchte. Es darf aber ebenso getanzt, gesungen und geklatscht werden. Das Singer-Songwriter Phänomen aus Brighton ist an diesem finalen Tollwoodsonntag so emotional wie authentisch! Nach Gregory Porter, ZAZ und Patti Smith ein weiteres Highlight von #mucbookmeetstollwood. Continue reading “Passenger beschließt das Tollwood Finale in der Musik-Arena” »

20. Juli 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
“Zwischen Welten” – Die Jahresausstellung des IMAL
von in Kultur

Die diesjährige Sommerausstellung “Zwischen Welten” zeigte Arbeiten junger Münchner und Münchnerinnen aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Bildhauerei, Installation und Film.

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20. Juli 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Und sie dreht sich immer weiter… | Patti Smith auf dem Tollwood
von in Kultur

Punklegende Patti Smith feierte am Montag das 40-jährige Jubiläum ihres Debütalbums Horses am Tollwood München. Ein Abend voller Ehrfurcht und Begeisterung mit einer der Künstlerinnen unserer Zeit.

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17. Juli 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Fühl dich federleicht – Clueso auf dem Tollwood
von in Kultur

Von der ersten bis zur letzten Minute des zweistündigen (!) Sets spürt man, dass der 35-jährige Clueso und seine talentierte sechs-köpfige Band Spaß in der Musik-Arena des Sommer-Tollwoods haben. Die Basis schafft für alle auf der Bühne die Musik, aber es geht auch ums miteinander Musizieren, gemeinsam mit tausenden Fans zu singen und zusammen in den warmen Münchner Sommerabend hinein zu tanzen.

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13. Juli 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Max Herre und sein Kahedi Radio Orchestra reißen die Musik-Arena ab!
von in Kultur

„You are so beautiful…..You are so beautiful“ singt Fetsum mit seiner warmen, klangvollen Stimme und Max Herre wirft ein „Und Du, und du, und du, und du, München!“ ein und zeigt dabei auf die Gesichter im Publikum, die mit der Bühnenbeleuchtung um die Wette strahlen. Denn Max Herre hat uns alle tief berührt. Die Leidenschaft zur Musik, mit der die Performance von ihm und seinem Kahedi Radio Orchestra pulsiert, überträgt sich direkt auf die Musik-Arena. Continue reading “Max Herre und sein Kahedi Radio Orchestra reißen die Musik-Arena ab!” »

10. Juli 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Zeitlos jung – Orquesta Buena Vista Social Club auf dem Tollwood Sommerfestival
von in Kultur

Es ist einer der ersten richtig heißen Tage des Sommers und die Hitze steht auf dem Tollwoodgelände. Am vergangenen Mittwoch sagte das Orquesta Buena Vista Social Club (eingetragene Marke) auf dem Tollwood Sommerfestival “Adiós”.

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04. Juli 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Das kolumnistische Manifest
von in Kultur

Axel Hacke liest im Lustspielhaus unter anderem aus seinem neuen Buch “Das kolumnistische Manifest” und beschreibt die Berufsprobleme eines Orang-Utan-Urinsammlers.

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19. Juni 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik, tagebook von Philomena Poetis
Prima la musica, poi le parole
von in

Wie kann man schöner in einen Konzertabend starten, als gemeinsam mit einer Freundin im Sommerkleid durchs warme und vom Blumenduft schwere München zum Hubertussaal im Schloss Nymphenburg zu radln?! – Gute Laune ist hier vorprogrammiert.

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16. Juni 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
9 Sekunden: Schall im Schilf
von in Kultur

Es ist eines der am meisten gehyptesten Events des Jahres. Schall im Schilf veranstaltet von Kellerkind.
Ganze 9 Sekunden hat es gedauert, bis die 2.500 Tickets durch die Weiten des Internets vertickt waren. Tränen und Wutausbrüche, ob der Hoffnungslosigkeit, Tickets zu ergattern inklusive. Continue reading “9 Sekunden: Schall im Schilf” »

09. Juni 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Zwischen Laterndlmaß und Boaznsterben
von in Leben

Maximilian Bildhauer hat die Boaznführer der Reihe Munich Boazn gestartet und damit neben den urigsten Boazn in München leider auch ihr Sterben dokumentiert. Bei der Lesung in der Fraunhofer Kulisse gab es neben lustigen Anekdoten auch noch einen bayerischen Cocktailkurs inklusive. Continue reading “Zwischen Laterndlmaß und Boaznsterben” »

03. Juni 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Live dann auch die alten Fans überzeugt: Matisyahu im Backstage!
von in Kultur

“And now please… everybody, who wants to dance on the stage, feel free to climb up.”
Stille. Niemand bewegt sich. Niemand klettert auf die Bühne.
Plötzlich bahnen sich jubelnd drei Mädels den Weg hinauf – und das Eis ist gebrochen.
Innerhalb von Sekunden stürmt die Hälfte des Publikums auf die Bühne, sie lassen sich von ihrem Idol heraufziehen, in den Arm nehmen und feiern. Mittendrin Matisyahu, der einen Heidenspaß zu haben scheint und gar nicht so publikumsscheu ist, wie anfangs gedacht. Continue reading “Live dann auch die alten Fans überzeugt: Matisyahu im Backstage!” »

02. Juni 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
“Zum Jubiläum müssen wir es krachen lassen!”
von in Kultur

An Compost Records kommt man in München nicht herum, wenn man sich mit elektronischer Musik beschäftigt. Mit der Compilation “Future Sounds of Jazz” schaffte Michael Reinboth bereits 1995 eine heute weltberühmte Reihe. Mit der “Compost Black Label Session” bespielen sie jeden Sonntag von 21 – 22 Uhr über Ego FM die Auto- und Küchenradios der Landeshauptstadt.

Viele bekannte Münchner Urgesteine wie Roland Appel, Thomas Herb oder Christian Prommer sind untrennbar mit dem Label aus dem Münchner Osten verbunden.

Jetzt wird das Label 20 Jahre alt und feiert sich ausgiebig am Freitag im Muffatwerk und danach über das Jahr verteilt in ganz Europa. Mit dabei sind internationale Kracher wie Henrik Schwarz oder Gilles Peterson.

Mit dem Labelchef Michael Reinboth haben wir lange telefoniert und ihn über die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart des Labels befragt. Heraus kam eine ehrliche Analyse des Label-Babbos über sein Compost, das sich mittlerweile in viele Sublabels verzweigt hat und nicht nur mit Compost Black Label einen erfolgreichen Ableger gezüchtet hat.

Hat Grund zu feiern: Michael Reinboth

Warum habt ihr so viele verschiedene Unterlabels?

Früher gab es viel mehr gemischte Clubs. Auch die Plattenläden verkauften noch Scheiben quer durch alle Genres. Die Entwicklung zu spezialisierten Clubs war mit ein Grund, warum wir verstärkt Sublabels gegründet haben. Wir haben aber auch manche Kooperation, die sich dann in einem Sublabel niedergeschlagen hat. Aber natürlich zielen wir ebenso auf den Marketingeffekt. Die Fans wissen, was sie von den einzelnen Labels erwarten können.

 

Ich habe das Gefühl Compost Black Label, mit seiner klaren Ausrichtung zur Clubmusik, ist davon das größte. Stimmt das?

Es ist auf jeden Fall das Label mit dem meisten Output. Es kommt mindestens eine Maxi im Monat und circa ein Album im Jahr. Damit ist es schon das erfolgreichste Projekt in der Compost Familie.

 

Heißt das ihr habt euch dahin entwickelt? Weg von der Lounge Musik mit der sehr erfolgreichen „Future Sounds of Jazz“ Compilation Anfang der 2000er Jahre?

Wir waren bei unserer Gründung in den 90er Jahren das erste Label im Freestyle Bereich. Also der Bereich zwischen den Genres, wo hier und da Elemente aufgenommen werden, um etwas völlig neues zu produzieren. Das war auch die Vision und das Ziel von Compost diese Hybrid-Musik zu veröffentlichen. Dem sind wir auch treu geblieben mit Compost, nur eben die Sublabels gehen teils andere Wege.

 

Kommt daher auch der Name Compost? Weil ihr Sachen musikalisch kompostiert und damit etwas neues schafft?

Genau! Wir haben viel Musik die mit Samples funktioniert und Stile aus ganz unterschiedlichen Zeiten vereint. Außerdem ist die Silbe „Com“ sehr aktuell. Als wir anfingen gab es noch kein Internet und heute ist „Com“ jedem geläufig. „Post“ bedeutet „senden an“ oder „schicken“. Deshalb gefiel mir der Name mit der Zeit immer besser. Zusätzlich fängt ein Komposthaufen manchmal Feuer oder explodiert sogar, durch biochemische Vorgänge. Im Mittelalter konnte man sich das nicht erklären und schrieb, wie so oft, das Phänomen den Hexen zu. Damit hat der Name „Compost“ auch was magisch. Und vielleicht explodiert’s mal

Am Anfang warst du alleine. Wie groß ist Compost heute?

Zu Spitzenzeiten beschäftigte ich 13 Mitarbeiter – jetzt sind wir noch 6. Die Entwicklung in der Musikindustrie hat natürlich auch uns gebeutelt. Download ist steady, CD ist total im Keller, Vinyl geht seit zwei Jahren wieder hoch. Gerade Leute zwischen 19 und 24 kaufen wieder Platten. Übrigens auch vermehrt unsere alten Sachen. Die Wartezeiten in den Presswerken hat sich extrem verändert. Heute muss man fast zwei Monate länger warten, da die Presswerke so viele Aufträge abarbeiten müssen.

 

Du bist selber auch DJ?

Seit den Achtzigern lege ich auf. Damals spielte ich ungefähr drei Mal die Woche. Mit der Zeit ist das etwas weniger geworden. Ich habe nicht mehr so viel Zeit. Meine Kapazitäten gelten in erster Linie den Labels. Meine Künstler sollen rausgehen spielen.

 

Spielst du bei den Veranstaltungen rund um euren zwanzigsten Geburtstag?

Wir haben ein so großes und dichtes Line Up – da halte ich mich zurück. Ich werde das ein oder andere Set spielen, vielleicht auch Back2Back mit unseren alten Freunden. Ich stelle lieber meine Künstler in den Vordergrund.

 

Hättest du vor zwanzig Jahren gedacht, dass du heute den Kram immer noch machst?

Als ich mit der Idee schwanger ging, mal die Verträge zu studieren und das Business kennenzulernen dachte ich natürlich nicht, dass es dieses Projekt so lange überleben würde. Ich dachte oder träumte vielleicht die nächsten drei Jahre voraus. Dann ging es weiter mit den nächsten drei Jahren und dann mit den darauf folgenden drei Jahren. Ab den 00er Jahren war es etwas anders. Da wusste ich dann, man hat einen gewissen Erfolg, man hat eine gewisse Fanbase und starke Strukturen im Vertrieb. Da konnte man dann schon ein bisschen weiter planen. Heute nach zwanzig Jahren blicke ich auch wieder nur zwei bis drei Jahre in die Zukunft. Aber zehn Jahre würde ich schon noch machen.

 

War war in den letzten zwanzig Jahren der Artist, der Compost am meisten geprägt hat?

Die erfolgreichsten Acts waren Beanfield und Koop. Sowohl was die Verkäufe betrifft, als auch die Musik. Roland Appel, Christian Prommer und Rainer Trueby haben alle Solo Projekte und sind auch als Trio sehr wichtig für uns gewesen und seit Stunde Null dabei. Ich denke das spricht für unser Label.

 

Das Event nächstes Wochenende wird ja richtig groß! Mit Henrik Schwarz habt ihr beispielsweise einen wirklich großen Namen auf dem Line Up. Warum macht ihr aber generell nicht so viele Events?

Wir hatten früher regelmäßig die Compost Black Label Night im Harry Klein, Bob Beaman und Kong. Die findet manchmal noch statt. Grundsätzlich sind wir aber ein Label und keine Veranstaltungsagentur. Nur zum Jubliäum müssen wir es krachen lassen. Allerdings wird es jetzt im Jubiläum eine große Tour machen. Freitag in München, am Samstag drauf in Berlin. Dann Karlsruhe, Freiburg, Zürich, Amsterdam, London. Im Herbst sind noch Frankfurt, Köln und Hamburg geplant. Dazu noch drei Veranstaltungen in Österreich. Insgesamt laufen wir auf 10 – 15 Events zu.

Neben den Jubiläumsparties kommt noch die Compost 500 – das 500ste Release. Es erscheint in einem dicken Buch mit 62 Seiten. Darin findet sich die ganze Compost Story. Mit Interviews, lustigen Anekdoten und Interviews mit Sven Väth und Solomun.

(Anmerkung der Redaktion:Das Buch wird es Anfang Juni im Online Shop von Compost zu kaufen geben) 

Auf was kann man sich denn in nächster Zeit freuen? Wann kommt denn endlich das Album von Cocolores?

Der neueste Stand ist dort, dass sie dazu tendieren, selber ein Label zu eröffnen. Wir haben da durchaus Interesse, mit ihnen zu kooperieren. Musikalisch sind sie sehr kritisch – was auch gut so ist, gerade wenn man so jung ist. Dennoch arbeiten sie intensiv an ihren Tracks.

Nach acht Jahren erscheint endlich ein neues Album von Felix Laband parallel zum Jubiläum. Darauf kann man sich wirklich freuen – auch auf sein Live Set am Freitag. Dieses Jahr erscheint auch die neue „Future Sounds of Jazz“, die wohl die erfolgreichste Compilation der Compost Geschichte ist.

 

Wie siehst du die Zukunft der Musik, gerade im elektronischen Bereich? Wird sich das Streamen behaupten, oder hören irgendwann doch wieder alle Vinyl?

Beatport und iTunes eröffnen nun beide ihre Streaming Portale. Die Zukunft ist definiitv das Streamen. Wenn wir bei uns alles vergleichen –also CDs, Vinyl, Downloads und Streaming – dann liegt das Streaming mit Abstand weit vorne. Nicht vom Umsatz, aber von der Hörerzahl. In der Masse wird es mehr, obwohl die Beträge von den einzelnen Klick, für das einzelne Anhören im sehr gering sind.

 

Streamst du auch selbst, oder wie genießt du deine Musik?

Nein. Ich muss ohnehin so viele Demos hören und die Charts verfolgen, dass dafür kaum Zeit ist. Wenn mir was gefällt, kaufe ich es als Vinyl. Digital kaufe ich eigentlich nichts. Da bekomme ich aber auch viel von Kollegen als Promo.

 

Wo wir gerade über Demos sprechen: Hörst du die alle selbst, oder ist das klassische Praktikantenarbeit?

Das teilen wir uns auf. Wenn ich die Künstler kenne, höre ich es schon selber. Demos von uns unbekannten Produzenten hören dann meine Mitarbeiter. Prinzipiell wird aber jede Demo von uns wahr- und ernst genommen.

 

Zum Schluss die Königsfrage: Wo wollt ihr sein, in den nächsten zwanzig Jahren?

Wir wollen noch in München sein, wir wollen weiterhin ein offenes Freestyle-Label sein und wir wollen weiter den Zeitgeist mitgestalten.

 

Warum wollt ihr in München bleiben? Ist Berlin nicht wesentlich cooler und generell das bessere Pflaster für ein Label?

Viele Labels sind den Weg von München nach Berlin gegangen, beispielsweise DJ Hell mit Gigolo Records. Der Vorteil an München ist, dass es die zweitbeste Stadt Deutschlands für elektronische Musik ist. Das Bookingangebot ist wirklich gut. Zweitens ist die Stadt schlicht wunderschön. Und drittens ist in Berlin das Konkurrenzdenken viel größer. Es ist viel, viel schwieriger solch ein Labelevent zu machen. Erstens musst du damit rechnen, dass an diesem Tag noch drei weiter Veranstaltungen dieser Art sind, zweitens musst du damit rechenen, dass bestimmte Künstler bei dir gar nicht auflegen, weil die Exklusivität im Watergate und oder der Innervision Parties die großen Leute natürlich anzieht. Das Konkurrenzdenken zwischen Labels, Clubs, Künstlern und Promotern ist gewaltig in Berlin. In München ist das noch sehr smart. Hier kooperieren die Läden auch mal miteinander und arbeiten sehr angenehm untereinander. Hier gibt es keine Berührungsängste.

 

Michael, vielen Dank für das Gespräch! Auf die nächsten zwanzig Jahre!

 

Am Freitag, den 22. Mai, beginnt die große Sause. Karten gibt es für rund 29€. Klickt ihr –>hier<–

Auf unserer Facebook Seite habt ihr, wie so oft, die Möglichkeit 2×2 Tickets zu gewinnen! Like, Kommentar und Share gewinnt

20. Mai 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Flipflops und Kanarienvögel – so war die ARTMUC 2015
von in Leben

Vom 14. bis zum 17. Mai war die ArtMuc zum zweiten Mal zu Gast auf der Praterinsel München. Organisator Marco Schwalbe stellte die Ausstellung unter das Motto: “You can’t always get what you want. But if you try sometimes you find you get what you need” (Rolling Stones) und kritisiert dadurch die Mechanismen des konventionellen Kunstmarkts: Continue reading “Flipflops und Kanarienvögel – so war die ARTMUC 2015” »

20. Mai 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Nichts bereut. | Die Startrampe in der Milla
von in Kultur

Die Startrampe hat mit den drei Bands Cosby, James Hersey und AnnenMayKantereit einen fabulösen Abschluss gefeiert und sich von allen dreien gebührend verabschiedet. Und die von ihnen. Und wir von den Bands. Und überhaupt wars richtig schön.
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12. Mai 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Jesper Munk verlangt Stehvermögen von seinen Fans…
von in Kultur

…, aber wer durchhielt, wurde belohnt – unter anderem mit einer Zugabe in Überlänge! Am Mittwoch spielte der junge Münchner in der restlos ausverkauften Muffathalle. Continue reading “Jesper Munk verlangt Stehvermögen von seinen Fans…” »

01. Mai 2015 | 1 Kommentar


Nach(t)kritik
Circa Waves in der Kranhalle
von in Kultur

Während die Bayern durch das Halbfinale stolperten und letztendlich doch ausrutschten, spielten Circa Waves am Dienstagabend ein Konzert in der Münchner Kranhalle. Bevor die britischen Senkrechtstarter die Bühne betraten, stimmten zwei Vorbands das Publikum ein. Continue reading “Circa Waves in der Kranhalle” »

30. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Filme a la carte – die Screenings im Internationalen Wettbewerb
von in Kultur

Im Internationalen Wettbewerb werden in mehreren themenspezifisch sortierten Slots dem Zuschauer experimentelle, intermediale, genregemixte kürzere und längere Filme aus aller Welt präsentiert. Das Schöne daran ist, dass man nie so recht weiß, was einen erwartet. Continue reading “Filme a la carte – die Screenings im Internationalen Wettbewerb” »

30. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Alles muss raus!
von in

Sleaford Mods
Support: Night Shirts
Feierwerk, München, 28. April 2015

Es ist dann tatsächlich kein Hipster zu sehen gewesen (waren wohl bei Tocotronic), auch wenn zuvor noch einmal auf eine größere Location umgebucht wurde. Aber neben Schmocks, Spießern, Yuppies und Nerds zählen Hipster eben zur meistgehassten Sorte Mensch bei den Sleaford Mods aus Nottingham, ihnen gilt ihre ganze und ausdrückliche Verachtung und auch selbstbewusste Exemplare dieser Gattung werden wenig Lust darauf verspüren, für zwei Stunden auf das Übelste beschimpft zu werden. Und so versammelte sich eine erstaunlich inhomogene Schar gehobenen Alters vor der Bühne, um sich die derzeit interessanteste Band von der Insel aus der Nähe anzuschauen. Nun klingen ja die Platten der beiden “rude boys” schon verteufelt gut und frisch, live kommt diese Mischung aus stakkatoartigen Raptiraden und scheppernden Elektrobeats noch aggressiver, noch energischer rüber. Dabei ist die Arbeit während der Aufführung etwas ungleich verteilt: Während sich der Job von Soundfrickler Andrew Fearn darin erschöpft, die Tracks vom Notebook abzurufen und seinem Kollegen ansonsten, die Bierflasche in der Hand, einfach (und wortwörtlich) beizustehen, leistet Jason Williamson Erstaunliches. Als extrem hochgepitchte Rhythmusmaschine spuckt, zischt, bellt und schreit er mit präzisem Timing eine wütende Suada nach der anderen ins Publikum, die Halsschlagader wölbt sich unter dem verzerrten Gesicht – alles muss raus! Einem Überdruckkessel gleich ist er unentwegt damit beschäftigt, seinen giftigen, ätzenden Dampf abzulassen, ganz selten einmal läßt er sich dafür zu einer Art schrägen Gesangs hinreißen. In den Liedpausen stolziert Williamson dann höchst amüsiert und unter dem Johlen des Publikums als stolzer Gockel um’s Mikrophon – der Mann ist einfach eine Schau. Nach anderthalbstündiger Dauerattacke auf alles Unliebsame, Eitle, Aufgeblasene und Zeitgemäße (in Amerika würde man diese Konzerte wahrscheinlich mit einem einzigen, anhaltenden Piepton versehen müssen) ist aber selbst für ihn Schluss mit Bissig – Abgang mit Applaus. Und der Bayern-Fan nebendran musste eingestehen, dass er mit den Sleaford Mods den deutlich besseren Teil dieses Abends erwischt hatte.

29. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
“Eins, zwei, drei, vier …”
von in Kultur

Wanda
Support: Monsterheart
Backstage, München, 26. April 2015

Wer sich Wanda aus Wien in beschaulicher Clubatmosphäre anschauen möchte, kommt zumindest in München ein knappes Jahr zu spät – zu gut/geil/leiwand (you name it) war ihr Debüt „Amore“ aus dem letzten Herbst, als dass man sich lange mit dem Status eines Geheimtipps aufhalten musste. Insofern wäre man nicht verwundert gewesen, wenn die endlose Schlange vor dem seit Wochen ausverkauften Backstage (Dimension #suedfruechte #ddr) ausschließlich aus kartenlosen Nachzüglern bestanden hätte. Continue reading ““Eins, zwei, drei, vier …”” »

28. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Frei Schnauze
von in Kultur

Flake
“Der Tastenficker”

(Schwarzkopf & Schwarzkopf)
München, Hugendubel, 23.04.2015

In der beliebten Rubrik „Very important things we learned about…“ wollen wir heute mal über Buchlesungen reden – aus aktuellem Anlass, versteht sich. Continue reading “Frei Schnauze” »

25. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Für Kerstins Letzte – Albumrelease im Milla
von in Kultur

Unter der Rubrik „Proberaumschau“ besuchte mucbook zu seinen Anfängen Münchner Bands in ihren Übungsräumen. Eine davon war die Band „Für Kerstins Letzte” (zum Artikel). Seitdem ist bei der 6-köpfigen Münchner Truppe einiges passiert und am Freitag war es soweit und es stieg das Konzert zum Release von „Spielzeugrevolution“ im Milla im tiefsten Glockenbach. Falls „Kerstin“ bis jetzt an Euch ungeachtet vorbeigegangen ist, hier eine kleine Einführung: Continue reading “Für Kerstins Letzte – Albumrelease im Milla” »

20. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
“Cool Kids” in der Stadt
von in Kultur

Die US-Amerikaner von ECHOSMITH bringen ihr Publikum mit viel Fröhlichkeit und positiver Energie zum Tanzen. Die vier Geschwister sind eben wahre “Cool Kids”. Und die Vorband eine grandiose Entdeckung! Continue reading ““Cool Kids” in der Stadt” »

19. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Tuff Rubber bringt Realness und echten Detroit-House in Münchens Clubszene
von in Kultur

Nach 7 Jahren Plattenkonferenz trennen sich Monty und Schmitt & Kinateder von dem Voralpen Kollektiv und machen gemeinsame, neue Sache. Was es damit auf sich hat und was wir uns davon in Zukunft versprechen dürfen, erklärten uns 2/3 der DJs bei Weißbier und Pizza.

Tuff Rubber heißt ihr neues Projekt – frei nach Schnauze übersetzt: „Harter Gummi“. Das zeige zum einen ihre Flexibilität und zum anderen ihre Liebe zu den unmissverständlichen toughen Detroit-House Beats der 90er Jahre. Nur handgemachte Musik auf Vinyl und live gespielt wird bei ihren Veranstaltungen laufen. Dass ist ihnen ganz wichtig. Vinyl sei echter und bedeute für sie absolute Wertschätzung der Musik. Außerdem geht es da auch viel um das Aufspüren von Tracks, die digital vielleicht gar nicht erhältlich sind.

„Dabei geht es nicht darum irgendwie cooler zu sein als Laptop DJs, oder diese noch für ihre Art Musik zu machen zu verachten.“, versichern sie mir. “Mit Anfang 30 und nach so vielen Veranstaltungen wollen wir einfach nur Veranstaltungen mit guter, persönlicher und handgemachter Musik organisieren. Klicks, Likes und der ganz große Wurf sind uns egal.”, erzählt Monty.

Monty – Daddy of cool and housy

 

Musikalisch wird es housig. Jedoch eher der House, der in den späten 80ern und frühen 90ern die Szene in Chicago und Detroit aufkam und von dort die ganze Welt eroberte. Nicht der kommerzialisierte House, zu dem sich heute Jugendliche mit Farbbeuteln bewerfen und dessen oberster Schutzheiliger David Guetta heißt. Es war die Blütezeit der coolen Vinyl DJs, damals, als iPod und MP3 noch nicht erdacht waren,  an die Tuff Rubber anknüpfen will.

Dafür ist zumindest Monty bestens aufgestellt. Vor wenigen Jahren ersteigerte er bei einer Ebay Auktion rund 600 Platten aus der Zeit, bei einem Sammler in Amerika. Zwei Paletten voll mit altem, geilen und housigen Vinyls brachte der DHL Mann, wovon Monty bis heute nicht alles gehört hat. Platten kaufen die überzeugten Bartträger praktisch jede Woche. “Wo immer ich Platten sehe, muss ich stehen bleiben und in ihnen wühlen”, gesteht die bärtigere Hälfte von Schmitt & Kinateder.

 

Schmitt & Kinateder – sind in echt ganze Typen und keine halbe Sache

Für ihre erste Party am Samstag im Yib-Yab Nachfolgerclub Hades haben sie gleich mal einen echten Geheimtipp geangelt, der nur zu ganz besonderen Anlässen seine Live Sets spielt. Panthera Krause spielte gerade erst in der legendären Panorama Bar und gleich ein Wochenende danach im Hades (live versteht sich). So international Tuff Rubber in Zukunft werden soll, so sehr sollen auch lokale Künstler ihren Platz bekommen. Daher wird am Samstag auch Lokalmatador Tom Seidler an den Tellern stehen. Doch die Namen spielen bei Tuff Rubber nur die zweite Geige: “Wichtig ist, dass der Sound ehrlich ist. Wir buchen keine Künstler, weil ihr Name eine volle Hütte verspricht, sondern nur, weil uns die Musik gefällt. Wir werden auch verstärkt Musiker buchen, die noch nie oder eher selten in München waren.” 

Tuff Rubber ist erfrischend anders. Eine echte Bereicherung für das Münchner Nachtleben!

 

Mit etwas Glück könnt ihr auf unserer Facebook Seite 2×2 Gästelistenplätze gewinnen. Kommentiert, Liket oder Teilt dazu diesen Beitrag. Wir sehen uns im Hades!

 

14. April 2015 | Kommentieren


Live, Nach(t)kritik
Kleinkrieg
von in Kultur

Zugezogen Maskulin
Support: Kenji451
Kranhalle, München, 9. April 2015

So, ganz genau so hatte man sich das auch vorgestellt, als einem Anfang des Jahres das neue und ohne jede Übertreibung grandiose Album von Zugezogen Maskulin unterkam: Wirrer Blick, autistische Zuckungen, Adrenalin bis unter die Halskrause – blitzgescheite, giftige Rhymes von provinzgeschulten Plattenbaukindern. Testo und Grim 104 jedenfalls kokettieren auf’s Großartigste mit den Klischees, die sie selbst bedienen: Den Berliner Hipstern geben sie die durchgeknallten Dorfdeppen, denen Langeweile und Crystal Meth die letzten Hirnzellen weggebrutzelt haben und die nach Rotkohl, Kartoffeln und Rouladen stinken, sobald sie nur ihr vorlautes Maul aufreißen. Den Münchnern wiederum präsentieren sie sich als kampferprobte Straßenköter, Kiezbewahrer und Todesdrogenjunkies, maximal geflasht, immer unter Strom und allzeit bereit, sich im Dienste der Moshpit Knochen und Stimmbänder zu ruinieren. Und auch wenn der Sound etwas schrottig, die Beats von Buddy Kenji451 eine Spur zu blechern rüberkommen – die Unterhaltung funktioniert. Stakkato-Raps feiern die neuen wie die alten Stücke, ununterbrochene Bewegung, ein Hetzen und Stolpern durch die deutsche Spießerhölle – Schnappatmung rules. „Entartete Kunst“, „Scheiterhaufen“ wunderbar – „Alles brennt“ und „Plattenbau O.S.T.“ sowieso, spielerische Authentizität, die manchmal auch wehtun muss. Nach neunzig Minuten wacht man schweißgebadet auf, wie aus einem Albtraum. Der grauweiße Rauch hat sich verzogen, der Krieg ist vorbei – für heute.

13. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
San Cisco im Strom
von in Kultur

Dank Orkantief Niklas verbrachten auch San Cisco ihren Dienstag hauptsächlich im Stau und brauchten 10 Stunden von Köln nach München. Ähnlich erging es Supportact Rich Aucoin, der sich etwa 20 Minuten vor dem geplanten Beginn mit einem Rucksack bepackt durch das Publikum zur Bühne drängte.

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04. April 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Prag im Strom: Der Regen bleibt aus
von in Kultur

Gerade erst gelesen: „Das Flüstern des Kein-Ohr-Hasen“ – keine Ahnung, wie man auf so eine Überschrift kommt. Denn Prag haben mit dem Blockbuster von Knautschgesicht Til Schweiger so gar nichts zu tun und sie sind auch weit davon entfernt, eine Nora-Tschirner-Band zu sein. Continue reading “Prag im Strom: Der Regen bleibt aus” »

29. März 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Design im Quadrat: qubing
von in Leben

Möbel selbst schnell und einfach zusammenbauen. Dieser Illusion sind schon viele von uns verfallen, zum Beispiel beim Versuch die Einzelteile eines neu erstandenen Regals aus einem gewissen schwedischen Möbelhaus mit zig verschiedenen Schrauben, Stiften zum Zusammenstecken, einer teils unverständlichen Bildergeschichte als Anleitung, kurz vor dem Nervenzusammenbruch – wo war denn jetzt nochmal der Kreuzschlitzschraubenzieher? – zusammenzusetzen. Stopp! Geht auch anders. Wie? Continue reading “Design im Quadrat: qubing” »

27. März 2015 | Kommentieren


Nach(t)kritik
Glücksgefühle in der Glockenbachwerkstatt – THE FEATHER, ein voller Erfolg
von in Kultur

THE FEATHER war wie erwartet, nur irgendwie viel besser – ein Bericht über ein elektrisierendes Konzert, eine nette Band und die Tour-Kultur.

20:45 Uhr Unsere Trambahn hält an der Müllerstraße, es geht vorbei an all den Nachtschwärmern, die sich unter der Woche in der Innenstadt herumtreiben, auf der Suche nach Feierabendbier, guter Musik und Entspannung.
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26. März 2015 | Kommentieren